Ölverschmutzung an Frankreichs Atlantikküste verschlimmert sich
publiziert: Samstag, 4. Jan 2003 / 18:08 Uhr

Lège-Cap-Ferret - Sechs Wochen nach dem Untergang des Tankers Prestige vor Spanien verschlimmert sich die Ölpest auch an der französischen Atlantikküste: Die gesamte Küste des Departements Gironde in Südwestfrankreich ist inzwischen betroffen.

Sechs Wochen und kein Ende: Öl aus dem Tanker Prestige an der Atlantik-Küste.
Sechs Wochen und kein Ende: Öl aus dem Tanker Prestige an der Atlantik-Küste.
Das erklärte ein hochrangiger Vertreter der Präfektur. Erstmals wurden grössere Ölfladen in der Flussmündung der Gironde bei der Weinregion Bordeaux entdeckt. In der Notfallstation von Arès bei Arcachon wurden inzwischen mehr als 100 tote Seevögel eingeliefert. Zuvor waren bereits die südlicheren Sandstrände zwischen Arcachon und Biarritz gesperrt worden.

Die Küstenbewohner sorgen sich zunehmend vor den grossen Ölfleckenteppichen, die von französischen Marinefliegern auf dem Meer teilweise nur noch 60 Kilometer vor der Küste gesichtet wurden.

Vor den besonders bewachten Austernbecken vor Arcachon und Cap Ferret tauchten ersten Ölfladen auf. Nach Angaben der Präfektur zeigten Wasserproben aber noch keine Verschmutzung in den Austernzuchtgebieten. In der Gegend um Cap Ferret gibt es 400 Züchter, die jährlich rund 10 000 Tonnen Austern absetzen.

Das französische Tiefsee-U-Boot Nautile nahm unterdessen seine Arbeit an dem in rund 3500 Metern Tiefe liegenden Wrack der Prestige wieder auf. Extremtaucher versuchen, mit dem Hochleistungs-U-Boot die Lecks zu flicken. Bei seinem bislang letzten Tauchgang hatte die Nautile 20 Risse und Lecks entdeckt, die nun binnen eines Monats abgedichtet werden sollen.

Auch die bereits mehrfach gesäuberten Strände an der galicischen Todesküste wurden am Samstag erneut von einer dickflüssigen schwarzen Brühe überzogen, teilte der Zivilschutz mit.

Unklar blieb, ob es sich um neues Schweröl aus den Lecks des in 3600 Meter Tiefe liegenden Wracks handelte. Es könne auch sein, dass die heftigen Wellen der vergangenen Tage Öl von den Felsen gelöst und erneut an Land gespült haben, hiess es.

Der 68-jährige Kapitän des untergegangenen Öltankers Prestige bleibt weiter in Untersuchungshaft. Er habe sich auf dem leck geschlagenen Tanker wiederholt den Aufforderungen eines spanischen Schleppers widersetzt, lautete die Begründung.

(fest/sda)

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