Welterschöpfungstag
Ressourcen aufgebraucht: Seit gestern lebt die Welt auf Pump
publiziert: Donnerstag, 21. Aug 2014 / 09:01 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 21. Aug 2014 / 09:19 Uhr

Innerhalb von acht Monaten verbraucht die Menschheit die Ressourcen eines ganzen Jahres. Weil am 19. August jeweils die globalen Jahres-Ressourcen aufgebraucht wären, hat die kalifornische Organisation «Global Footprint Network» den 19. August zum «Welterschöpfungstag» erklärt.

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Die Menschheit lebt über ihre Verhältnisse. Nicht nur bildlich gesprochen, sondern auch buchstäblich. Die globalen Ressourcen reichen heute nur noch bis zum 19. August. Im Jahr 1987 lebte die Welt erst ab dem 19. Dezember auf «Pump». Doch hat die Welt tatsächlich so etwas wie ein Überziehungskredit?

Die Schulden, welche die Welt ab dem 20. August bei Mutter Erde macht, gehen auf die Kosten der Natur. So gehören zum ökologischen Kredit die Ausbeutung von Ozeanen, das Abholzen von Wäldern, aber auch das Anhäufen von Abfall und Abgasen.

Für einmal sind es wir Schweizer, die in der Ressourcen-Bilanz negativ auffallen. Die Schweiz müsste viermal so gross sein, um sich ernähren zu können, Deutschland rund 2,5 Mal so gross. Die Vereinigten Arabischen Emirate bräuchten für eine nachhaltige Entwicklung mehr als das 12fache ihrer Ressourcen, Japan das 7fache.

Seit den 70er Jahren lebt die Menschheit über ihre Verhältnisse und wird 2050 die Kraft von zwei Planeten verbrauchen.

(jz/news.ch)

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