Rekord im Wallis
Schweiz erlebt zweiten Hitzetag in Folge
publiziert: Dienstag, 18. Jun 2013 / 19:57 Uhr
Heisse Luft aus Afrika beschert der Schweiz einen heissen Hochsommertag.
Heisse Luft aus Afrika beschert der Schweiz einen heissen Hochsommertag.

Bern - Nachdem die Temperaturen am Montag an den absoluten Juni-Höchstwerten gekratzt hatten, ist der Rekord am Dienstag unter anderem in Sitten geknackt worden. Im Walliser Hauptort wurden gemäss MeteoSchweiz am frühen Nachmittag 36,2 Grad gemessen. So heiss war es dort im Juni seit Messbeginn noch nie.

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Der bisherige Juni-Höchstwert aus dem Jahr 1965 wurde laut den Angaben des Wetterdienstes um mehr als ein Grad übertroffen. Bereits am Montag hatte MeteoSchweiz in Sitten mit 34,5 Grad die landesweite Höchsttemperatur gemessen.

Am Dienstag, dem zweiten Hitzetag in Folge, wurden verbreitet Temperaturen von über 30 Grad gemessen. Verantwortlich dafür war gemäss MeteoSchweiz eine Südströmung, die weitere sehr heisse Luft aus Nordafrika in die Schweiz brachte.

Neben Sitten fielen auch in Elm GL (31,2 Grad) sowie in Meiringen BE (33,7 Grad) die Juni-Rekorde. In Chur sowie in Bad Ragaz SG, wo 35,9 Grad beziehungsweise 35,8 Grad gemessen wurden, wurde der bisherige Monatsrekord egalisiert.

Das Wallis ausgenommen herrschte laut MeteoSchweiz in der Deutschschweiz eine grössere Hitze als in der Romandie. In der Westschweiz lag der Tageshöchstwert bei 31,6 Grad, gemessen in Neuenburg.

Murgänge im Wallis

Auch die Nacht von Montag auf Dienstag hatte keine eigentliche Abkühlung gebracht. Vielerorts fiel das Thermometer nicht unter 20 Grad. Dieses Phänomen wird als Tropennacht bezeichnet. Am wärmsten blieb es mit 25,7 Grad in Stockeren südlich von Bern.

Doch die sommerliche Hitze hat auch ihre Schattenseiten, namentlich im besonders hitzeverwöhnten Wallis. In der Gemeinde St. Niklaus führte das Schmelzwasser zu Murgängen. 40 Personen dürfen ihre Häuser aufgrund der Erdrutschgefahr bis Freitag nicht mehr betreten.

«Wir hoffen, dass sich sich die Situation bis dann beruhigt», sagte Gemeindepräsidentin Gaby Fuchs auf Anfrage. Sowohl die Kantonsstrasse als auch die Bahnstrecke Brig-Visp-Zermatt blieben in der Nacht geschlossen.

Am Dienstagabend drohten zudem besonders in den Alpen und Voralpen kräftige Gewitter.

Rekord nicht angetastet

Der Wetterdienst MeteoNews mass den Tagesrekord am Dienstag nicht im Wallis, sondern im Osten des Landes. In Berneck SG war es demnach sogar 36,7 Grad heiss. Auf dem Moleson im Kanton Freiburg auf rund 2000 Metern über Meter wurden immer noch 21,4 Grad gemessen.

Meteomedia wurde auf der Suche nach den Tageshöchstwerten in Flums SG fündig. Der Wetterdienst verzeichnete dort am Nachmittag 37 Grad.

Keine der von den verschiedenen Stationen ausgewiesenen Temperaturen kam aber in die Nähe des landesweiten Hitzerekords aus dem Jahr 2003. Im damaligen Hitzesommer kletterte das Thermometer in Grono im Bündner Südtal Misox auf 41,5 Grad.

Gewitter nach weiterem Hitzetag

Nach einem weiteren Hitzetag am Mittwoch verschlechtert sich am Donnerstag das Wetter. Gemäss Lionel Fontannaz von MeteoSchweiz ist dann mit teilweise kräftigen Gewittern zu rechnen.

(fest/sda)

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