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Schweiz steht zu Kyoto-Protokoll
publiziert: Donnerstag, 22. Nov 2012 / 09:34 Uhr
Schweiz will das Kyoto-Protokoll weiterführen
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Bern - An der Weltklimakonferenz in Doha im Emirat Katar will sich die Schweiz dafür einsetzen, dass sich die Staaten zur CO2-Reduktion verpflichten. Der Bundesrat hat das Mandat der Schweizer Delegation festgelegt.

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Die Schweiz wird beim Kyoto-Protokoll weiter mitmachen, sofern sich die anderen Staaten auch engagieren, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Donnerstag mitteilte.

Im Kyoto-Protokoll hatten sich alle Industrieländer ausser den USA verpflichtet, ihren Ausstoss von Treibhausgasen zwischen 2008 und 2013 im Schnitt um 5,2 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Die erste Verpflichtungsperiode läuft Ende Jahr aus.

Reduktion um 20 bis 30 Prozent

In Doha wird sich laut dem UVEK voraussichtlich eine Gruppe von Industrieländern für eine zweite Periode bis 2020 verpflichten. Die Schweiz ist gemäss dem Mandat des Bundesrates bereit, ihren CO2-Ausstoss bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 20 Prozent zu senken.

Wenn die anderen Industrieländer vergleichbare Reduktionsziele eingehen und Entwicklungsländer ebenfalls angemessene Schritte unternehmen, ist die Schweiz gemäss dem Mandat des Bundesrates bereit, den Ausstoss um bis zu 30 Prozent zu reduzieren. Diese Möglichkeit sieht das CO2-Gesetz ab 2013 vor.

Engagement von allen Staaten

In Doha geht es auch um das Klimaregime ab 2020. An der letztjährigen Konferenz in Durban wurde beschlossen, dass sich alle Staaten - auch die Entwicklungsländer - zu Reduktionszielen verpflichten sollen. Die Schweiz will dafür plädieren, dass sich die Staaten gemäss ihres Anteils am Ausstoss von Klimagasen und ihrer wirtschaftlichen Kraft engagieren, wie das UVEK schreibt.

Die Konferenz beginnt am 26. November und dauert bis zum 7. Dezember. Am Ministertreffen vom 5. bis 7. Dezember werden Umweltministerin Doris Leuthard und Bruno Oberle teilnehmen, der Direktor des Bundesamts für Umwelt.

Die Verhandlungsdelegation leitet Botschafter Franz Perrez. Vertreten sind auch Wirtschaft, Wissenschaft, Entwicklungsorganisationen und Umweltverbände.

(alb/sda)

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