Schweiz verliert beim Klimaschutz Ränge
publiziert: Mittwoch, 10. Dez 2008 / 17:16 Uhr

Bern/Berlin - Die Schweiz ist beim Klimaschutz im internationalen Vergleich zurückgefallen. In der Liste der Umweltorganisation Germanwatch ist sie von Rang 9 auf den Rang 16 zurückgefallen, wie die Umweltorganisation WWF mitteilte.

Für die Schweiz werde es schwierig, die Kyoto-Ziele zu erreichen, schreibt der WWF.
Für die Schweiz werde es schwierig, die Kyoto-Ziele zu erreichen, schreibt der WWF.
4 Meldungen im Zusammenhang
Grund seien die wieder gestiegenen Treibhausgas-Emissionen, schreibt der WWF Schweiz. Beim Kriterium Emmissionsentwicklung belegt die Schweiz deshalb unter 60 Ländern nur den 21. Rang.

Schlecht schneidet die Schweiz auch bei der Klimapolitik ab, weil sie vor allem auf freiwillige Massnahmen und vergleichsweise wenig auf verbindliche Vorschriften setzt. Das Land erreicht im Index für 2009 lediglich die 42. Position.

Rang 6 belegt die Schweiz dagegen beim effektiven Ausstoss von Treibhausgasen. Gründe sind laut WWF der hohe Anteil von mit Wasserkraft produziertem Strom und die Tatsache, dass die Schweiz viele Güter importiert.

Schwierig, die Kyoto-Ziele zu erreichen

Für die Schweiz werde es damit schwierig, die Kyoto-Ziele zu erreichen, schreibt der WWF. Nur Lenkungsabgaben auf Diesel und Benzin, höhere Abgaben auf Heizöl und Gas und die Aktionspläne des Bundes für erneuerbare Energien und Energieffizienz könnten die Schweizer Klimapolitik international glaubwürdig machen.

Anderer Meinung ist das Bundesamt für Umwelt (BAFU): Neuste Berechnungen des Bundesamtes zeigten, dass der CO2-Ausstoss bis 2012 im Inland um rund 2,1 Millionen Tonnen reduziert wird, gab das Amt im Oktober bekannt.

Germanwatch publiziert jährlich einen Ländervergleich in Sachen Klimaschutz. Kritierien sind die Treibhausgas-Emissionen pro Kopf der Bevölkerung, der Trend bei den CO2-Emissionen sowie die nationale und internationale Klimapolitik der Staaten.

(smw/sda)

Machen Sie auch mit! Diese wetter.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - «Verfehlt» nennt die Wirtschaft ... mehr lesen 1
Die Emissionen lagen 2008 deutlich über der festgelegten Schwelle. (Symbolbild)
Feuchtbiotope und Trockenwiesen verlieren an Qualität, und ihre Gesamtfläche wird immer kleiner.
Bern - Die Gelder zum Schutz und zur Pflege der Biotope reichen nicht aus. Laut der Eidg. Forschungsanstalt WSL, Pro Natura und dem Forum Biodiversität Schweiz müssen Kantone und der ... mehr lesen
Bern - Wieder ein zu warmes Jahr: Die Temperatur im ablaufenden Jahr lag erneut rund ein Grad über dem Durchschnitt. ... mehr lesen 5
Die Tiefst- und Höchstwerte lagen 2008 weit entfernt von den Rekordwerten. (Symbolbild)
Obama sei zum Handeln bereit, sagte Ex-US-Vizepräsident Al Gore.
Posen - Der UNO-Klimagipfel in ... mehr lesen 1
Kyoto-Ziele
Zuerst soll man die eigenen Ziele beachten. Jemand der z.B. einen Cayenne kauft, tut dem Nachbar ja auch etwas Gutes. Wenn schon Klimaschutz, dann muss man den Schritt auch verantworten können. Heizöl sparen finde ich am Sinnvollsten: 1) die Oelstaaten verpulvern den Zaster ja für goldene Säulen 2) die Bekleidungsfirmen haben auch etwas davon, dass man wärmere und evtl. mehr Kleider kauft 3) das Immunsystem wird gestärkt...
Das Great Barrier Reef ist das grösste Korallenriffsystem der Welt.
Das Great Barrier Reef ist das grösste ...
Mehr als ein Drittel schon tot oder dabei abzusterben  Sydney - Wie befürchtet hat die massive Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien verheerende Folgen. In der Nord- und Zentralregion seien mehr als ein Drittel der Korallen schon tot oder dabei, abzusterben, berichtete die James-Cook-Universität am Montag. mehr lesen 
UNO-Bericht  Sydney - Aus einem UNO-Bericht über Klimaschäden an wichtigen Tourismuszielen sind auf Druck aus Canberra alle Verweise auf Orte in Australien gestrichen worden. Wissenschaftler und ... mehr lesen
«Sie wollen den Australiern Sand in die Augen streuen ...» klagte Greenpeace-Aktivistin Shani Tager.
Seen würden Wassermangel lindern  Birmensdorf - Stauseen könnten in Zukunft den Wassermangel lindern, der angesichts schwindender Gletscher im Sommer zu erwarten ist. mehr lesen  
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 648 30 22
Skype chris_vadian_net
 
News
     
Der junge Picasso - Blaue und Rosa Perode 3. Februar - 26. Mai 2019 in der Fondation Beyeler in Riehen/Basel
Publinews Fondation Beyeler: 3. Februar - 26. Mai 2019  Als Kulturhöhepunkt des Jahres 2019 präsentiert die Fondation Beyeler Pablo Picassos frühe Meisterwerke der sogenannten Blauen und Rosa Periode in ... mehr lesen
Publinews Uhrenmuseum Beyer  Das Uhrenmuseum Beyer gilt als eine der grossen Attraktionen Zürichs. Es befindet sich an der berühmten Einkaufsmeile inmitten von Zürich und ist durch das Ladenlokal ... mehr lesen
Ausstellung: «Die Katze. Unser wildes Haustier»
Publinews Ausstellung im Naturmuseum Thurgau  Die Katze ist das beliebteste Haustier in der Schweiz. Mal ist sie anschmiegsam, oft distanziert, immer ist sie eigenwillig. Die neue Sonderausstellung im Naturmuseum ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF