Schweizer Firmen meist mit Klimastrategie
publiziert: Freitag, 7. Dez 2007 / 11:41 Uhr

Genf – Gemäss einer Studie des Carbon Disclosure Projects befassen sich die meisten Schweizer Unternehmen mit dem Klima. Über zwei Drittel von ihnen haben eine Strategie bezüglich des Klimawandels ausgearbeitet.

Knapp die Hälfte der Firmen haben CO2-Reduktionsziele festgelegt.
Knapp die Hälfte der Firmen haben CO2-Reduktionsziele festgelegt.
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Zum Bericht
Erster CDP-Bericht über die 50 grössten Schweizer Unternehmen.
Carbon Disclosure Project

Die getroffenen Massnahmen betreffen aber in der Regel lediglich die Produktion und nicht die ganze Wertschöpfungskette des Unternehmens. Präsentiert wurden die Ergebnisse von der Ethos Stiftung und Pictet Asset Management. Die Umfrage wurde im Rahmen des Carbon Disclosure Projects (CDP) bei den 50 grössten kotierten Schweizer Unternehmen erstmals durchgeführt.

Von den 39 Unternehmen, die zu einer Beantwortung bereit waren, sehen sich 77 Prozent durch ein Risiko infolge des Klimawandels bedroht. 72% glauben aber auch, dass er unternehmerische Chancen bietet. 69% haben eine Strategie bezüglich des Klimawandels ausgearbeitet, während 46% Ziele für die Verringerung ihrer Treibhausgasemissionen festgelegt haben.

Als Fazit lässt sich feststellen, dass die schweizerischen Unternehmen sich der Problematik des Klimawandels bewusst und zum Dialog offen sind. Die bereitgestellten Daten sind jedoch noch unvollständig. Zwar erweisen sich die Ziele für die Emissionsverringerung als ehrgeizig, doch beziehen sie sich meist nur auf die Produktion und nicht auf die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens oder den Lebenszyklus der Produkte, stellen die Autoren der Studie weiter fest.

Noch nicht alle bereit

Obwohl nur wenige Schweizer Unternehmen in der Lage waren, sämtliche geforderten Daten zu liefern, wurde eine Antwortquote von 78% (39 Unternehmen von 50) erreicht. Damit wird die Schweiz nur von Grossbritannien und Brasilien übertroffen.

Unter dem Patronat von Ethos und Pictet Asset Management wurde der Kreis der befragten Schweizer Unternehmen auf die 50 grössten kotierten Gesellschaften ausgeweitet. Dies entspricht 93% der Börsenkapitalisierung des SPI. Viele Investoren befürchten, dass sich die Folgen des Klimawandels auf den Wert der Aktien auswirken und deshalb versuchen sie die damit verbundenen Risiken und Chancen in ihre Anlagestrategie zu integrieren.

Ferner sind die sie auch indirekt daran interessiert, dass der Klimawandel und die entsprechenden Anpassungen nicht den generellen Wohlstand gefährden. Der vorgelegte Bericht ist ein erster Schritt in Richtung verbesserter Transparenz, damit Investoren die Strategien der Unternehmen bezüglich Klimawandel beurteilen können, schreiben Ethos Stiftung und Pictet Asset Management weiter.

Einschätzung der Auswirkungen

Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist die weltweit grösste Aktionärsgruppierung. Sie zählt 315 Mitglieder, die ein Vermögen von mehr als 41'000 Milliarden US-Dollar verwalten. Zweck des CDP ist die Abschätzung der Folgen des Klimawandels für den Wert der Unternehmen.

Seit 2002 schickt das CDP-Team den weltweit grössten börsenkotierten Unternehmen jährlich einen Fragebogen, der nach detaillierten Informationen zu den Risiken und Chancen des Klimawandels für die Unternehmen fragt. Im September 2007 veröffentlichte das CDP seinen 5. globalen Jahresbericht. Dieser ermöglicht den Investoren und Unternehmen, die finanziellen Konsequenzen des Klimawandels für die 500 grössten kotierten Unternehmen der Welt (davon 11 aus der Schweiz) zu beurteilen.

(ht/pd)

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