Städte für Littering-Rappen auf Verpackungen
Schweizer Städte und Gemeinden fordern Littering-Rappen
publiziert: Dienstag, 26. Feb 2013 / 18:47 Uhr
Momentan geben Städte und Gemeinden jährlich rund 150 Millionen Franken wegen weggeworfener Kleinabfälle aus.
Momentan geben Städte und Gemeinden jährlich rund 150 Millionen Franken wegen weggeworfener Kleinabfälle aus.

Zürich - Die Schweizer Städte und Gemeinden haben wenig Hoffnung, mit Präventionskampagnen und Bussen die Littering-Problematik in den Griff zu bekommen. Der Städte- und Gemeindeverband fordert deshalb einen Littering-Rappen auf Getränkeverpackungen und Zigaretten.

7 Meldungen im Zusammenhang
Littering sei für Gemeinden und Städte zur Daueraufgabe geworden, sagte Alex Bukowiecki, Geschäftsführer Organisation Kommunale Infrastruktur, an einer Littering-Tagung in Zürich. «Trotz Präventionskampagnen und Bussen zeichnet sich aber keine Besserung ab.» Die Höhe der Reinigungskosten steige stetig an.

Momentan geben Städte und Gemeinden jährlich rund 150 Millionen Franken wegen weggeworfener Kleinabfälle aus. Als besonders mühsam und damit kostenintensiv bezeichnet Bukowiecki das Herausklauben von Zigaretten aus Parkanlagen. Alleine die Zigarettenstummel verursachen pro Jahr Reinigungskosten von 50 Millionen Franken.

Bezahlt werden diese Kosten von den Gemeinden und den Städten - und damit von den Steuerzahlern. Die Kommunalverbände schlagen mit dem Littering-Rappen nun ein System vor, das näher am Verursacherprinzip wäre als das Bezahlen über die Steuern.

Vorgezogene Littering-Gebühr für alle

Beim Littering-Rappen handelt es sich um eine vorgezogene Entsorgungsgebühr, die auf alle PET-Flaschen, Aludosen und Zigaretten geschlagen würde. Bezahlen müssten diesen Zuschlag jedoch alle, die ein solches Produkt kaufen - nicht nur jene, welche die Verpackung schliesslich wegwerfen.

Immerhin grenze man die Gebühr auf die Konsumenten dieser Produkte ein, sagte Bukowiecki auf Anfrage der sda. Werden die Kosten über die Steuern abgegolten, müssten dagegen alle dafür bezahlen. Der Littering-Rappen wäre gemäss Bukowiecki volkswirtschaftlich günstiger als ein Pfand-System und die bewährten Sammelstrukturen beim Handel und bei den Gemeinden könnten weitergeführt werden.

Gegenwärtig sei man daran, die Bereitschaft bei Detailhandel und Produzenten für einen solchen Littering-Rappen auszuloten. Es ist naheliegend, dass die Littering-Gebühr auf das Produkt geschlagen würde und die Getränke und Zigaretten damit etwas teurer würden.

(fest/sda)

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1 Massnahme
Am besten gleich eine Littering-Vignette für CHF 150 als Pflicht für jeden Haushalt. Wer nichts zum wegwerfen hat, hat ja nichts zu verstecken! Dieses Argument zieht ja in den letzten zwei Jahren immer.

So sehen die Strassen halt aus, wenn man wirklich Jeden in's Land lässt und daneben noch eine grosse Anzahl von nicht erzogenen A****lochkindern auf Ritalin produziert. "Zu unserer Zeit" hätte sich kein Jugendlicher getraut was wegzuwerfen, weil ihn dann zum Beispiel alle Passanten auf der Bahnhofstrasse massregelten. Nur heute hat der Jugendliche einen Schlagring oder ein Messer, betreibt als Sport Komasauffen und steht unter Artenschutz. Dies weil viele Eltern glauben der Staat müsse für alles sorgen, auch für die Erziehung der eigenen Kinder.

Ich bin schlicht für eine Littering-Busse von immer CHF 500, die auch durchgesetzt wird.

Fidel Castro bestellte in Russland mal Jeeps. Die kamen auch aber ohne Steuerrad. Auf seine Beschwerde antworteten die Russen "Du musst nur fahren, lenken tun wir." Genau so behandeln unsere Politiker zur Zeit die Bürger. Kein Woche in der sie einfach mal den Mund halten und uns mit ihren Furzideen in Frieden lassen. Keine Woche!
2 Massnahmen
Ich denke da mehr an einen Littering-Franken und ein massives Depot auf Alu und PET.
Auch Gratis-Anzeiger sind mit min. 1 Franken zu belasten. Damit liesse sich vor allem auf
Bahnhöfen eine Littering-Polizei finanzieren, die das Problem sofort lösen könnte, wenn dazu
die richtigen Leute rekrutiert werden.
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