Wirbelsturm «Marcia»
Schwere Wirbelstürme richten hohe Schäden in Australien an
publiziert: Freitag, 20. Feb 2015 / 06:55 Uhr

Yeppoon - Gleich zwei schwere Wirbelstürme haben am Freitag eine Spur der Verwüstung in einzelnen Gebieten Australiens hinterlassen. Der Zyklon «Marcia» wütete im nordöstlichen Bundesstaat Queensland, während der Sturm «Lam» im Bundesstaat Northern Territory tobte.

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Laut Wetterbehörde hatte «Marcia die höchste Kategorie fünf und »Lam« die Kategorie vier. Die Stürme beschädigten Häuser, entwurzelten Bäume und rissen Stromleitungen herunter. Tausende Menschen waren ohne Strom. Über Todesopfer oder Schwerverletzte gibt es bislang keine Berichte.

»Marcia« traf nördlich der Gemeinde Yeppoon auf Land und zog dann weiter südwärts. Die 16'000-Einwohner-Stadt Yeppoon liegt 670 Kilometer nördlich der Grossstadt Brisbane.

Die Behörden hatten in Erwartung von »Marcia« vor heftigem Regen und Springfluten gewarnt. Nach Angaben der Premierministerin von Queensland, Annastacia Palaszczuk, kam die Kleinstadt aber glimpflich davon. »Marcia« habe die Stadt lediglich »gestreift«. Der Sturm zog leicht abgeschwächt ins grössere Rockhampton weiter.

Dort leben rund 80'000 Menschen. Palaszczuk, die erst seit einer Woche im Amt ist, rief die Einwohner dazu auf, in den Häusern zu bleiben.

Fast 300 km/h Wind

In den besonders betroffenen Gebieten wurden rund 60 Schulen geschlossen. Viele Geschäfte blieben zu und Flüge wurden gestrichen. An der Küste von Queensland peitschte der Wind, es türmten sich hohe Wellen auf. Die Windgeschwindigkeit betrug bis zu 295 Kilometer pro Stunde.

Die Auswirkungen von »Marcia« waren auch in Brisbane zu spüren, wo einige Bewohner ihre Häuser mit Sandsäcken schützten und Gegenstände im Freien in Sicherheit brachten.

Schäden in abgelegenen Orten

Der andere Zyklon, »Lam«, richtete in abgelegenen Gemeinden von Ureinwohnern nahe Elcho Island, rund 500 Kilometer östlich der Stadt Darwin im nördlichen Bundesstaat Northern Territory, schwere Zerstörungen an.

»Stromleitungen sind herabgerissen, Bäume umgestürzt und viele Strassen unpassierbar, und wir haben viele schwer beschädigte Häuser«, sagte der Polizist Bruce Porter in der Gemeinde Elcho Island.

Es gebe wegen des Zyklons keinen Strom und kein Wasser. Der örtliche Flugplatz sei intakt, aber voller Trümmer. Berichte über Schwerverletzte lagen zunächst nicht vor.

Zwei so schwere Wirbelstürme binnen 24 Stunden habe es in Australien bislang nicht gegeben, sagte der Meteorologe Adam Morgan. Es habe zwar zuvor zwei gleichzeitige Zyklone gegeben, etwa 1977 und 1986, aber nicht zwei von solcher Stärke.

(nir/sda)

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