Helfer suchen nach Flut-Überlebenden
Suche nach Überschwemmungsopfern auf Philippinen geht weiter
publiziert: Sonntag, 18. Dez 2011 / 09:27 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 18. Dez 2011 / 15:39 Uhr
Der Tropensturm «Washi» hat Hunderten den Tod gebracht und nahm unzähligen Menschen ihr Obdach.
Der Tropensturm «Washi» hat Hunderten den Tod gebracht und nahm unzähligen Menschen ihr Obdach.

Manila - Nach verheerenden Überschwemmungen auf den Philippinen suchen die Bergungskräfte fieberhaft nach Überlebenden. Bis Sonntag stieg die Zahl der Todesopfer nach Angaben des Roten Kreuzes auf mehr als 650 an, über 800 Menschen wurden noch vermisst.

4 Meldungen im Zusammenhang
Der Tropensturm «Washi» war in der Nacht zum Samstag über die Insel Mindanao hinweggefegt und hatte Sturzfluten ausgelöst, die ganze Dörfer weggeschwemmten. Innerhalb weniger Minuten zerstörten meterhohe Wasser- und Schlammlawinen Häuser, Brücken und Strassen.

Die Überschwemmungen überraschten die meisten Opfer im Schlaf. Viele Bewohner hatten vorausgegangene Sturmwarnungen nicht ernstgenommen, weil die meisten Tropenstürme in der Region die Hauptinsel Luzon treffen, während Mindanao bislang meist verschont blieb.

Das Fernsehen zeigte, wie Katastrophenhelfer Überlebende aus brusthohen Wassermassen retteten. 35'000 Menschen wurden vorerst in Rettungszentren untergebracht.

Bitterarmes Mindanao getroffen

Am schwersten betroffen waren Cagayan de Oro und Iligan, die wichtigsten Hafenstädte im Norden der bitterarmen Insel. Eine Bewohnerin von Iligan berichtete, wie sie von ihrem Hausdach aus gemeinsam mit ihren Kindern die Zerstörung der umliegenden Häuser mitansehen musste. «Alle Häuser hinter unserem wurden zerstört», sagte sie. Viele Nachbarn würden vermisst.

Der Bürgermeister der 100'000-Einwohner-Stadt, Lawrence Cruz, sprach von der schlimmsten Flut in der Geschichte der Stadt.

Die Regierung mobilisierte 20'000 Soldaten zur Katastrophenhilfe. Sie wühlten sich am Sonntag auf der Suche nach Überlebenden durch meterhohe Schutt- und Schlammberge.

Nach Berichten eines örtlichen Journalisten stapelten sich vor den Leichenhallen von Cagayan de Oro die Toten. Die Mitarbeiter seien überfordert, zudem hätten sie keine Särge zum Bestatten der Leichen mehr, berichtete er.

Da die meisten Opfer ertrunken seien, würden sie rasch verwesen. In einem Leichenschauhaus weigerten sich die Mitarbeiter, die Leichen von zwei Kindern anzunehmen.

Trinkwasser knapp

Angesichts des akuten Mangels an Trinkwasser liess die Verwaltung der Hafenstadt zahlreiche Hydranten öffnen. Vor ihnen bildeten sich rasch lange Warteschlangen. Die Regierung begann mit der Lieferung von Matten, Decken und Kleidern in die betroffenen Gebiete.

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wetter.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Manila - Ein tropischer Sturm hat die philippinische Hauptstadt Manila ... mehr lesen
Manila und mehrere Provinzen sind teilweise unter Wasser gesetzt und es herrsch ein Chaos. (Archivbild)
Der Tropensturm «Washi» war über die Insel Mindanao hinweggefegt.
Manila - Die Zahl der Todesopfer ... mehr lesen
Manila - Dramatische Lage im Süden ... mehr lesen
Manila - Die Zahl der Toten bei den schweren Überflutungen im Süden der Philippinen ist auf mindestens 440 gestiegen. Das teilten das Rote Kreuz und die philippinische Armee am Samstag mit. Die meisten Opfer waren demnach in den Küstenstädten Cagayan de Oro und Iligan zu beklagen gewesen. mehr lesen 
In Süddeutschland beginnt das Aufräumen.
Während im Süden aufgeräumt wird trifft es die nächste Region  Schwäbisch Gmünd - Gewitter mit Starkregen haben in Deutschland nach den verheerenden Unwettern im Süden nun auch Nordrhein-Westfalen getroffen. Laub und Schlamm verstopften Kanalrohre, das Wasser lief über die Strassen und flutete Keller. Verletzt wurde ersten Angaben zufolge niemand. mehr lesen 
Schlamm und Schutt  Schwäbisch-Gmünd - Bei schweren Unwettern und Überschwemmungen sind in Süddeutschland ... mehr lesen  
Region westlich von Houston besonders betroffen  Washington - Bei schweren Unwettern im US-Bundesstaat Texas sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Besonders betroffen war die Region westlich der Millionenstadt Houston, wie ... mehr lesen  
Wasserstand steigt weiter  Heilbronn - Bei den schweren Unwettern und Überschwemmungen im deutschen Bundesland Baden-Württemberg ist die Opferzahl auf vier gestiegen. Am Sonntagabend starb ein 13 Jahre altes Mädchen an einer Bahnstrecke, wie die Polizei in Aalen am Montag meldete. mehr lesen  
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 648 30 22
Skype chris_vadian_net
 
News
     
Rudolf Stingel: Untitled, 2013, Öl auf Leinwand, Foto: Christopher Burke Studio
Publinews Fondation Beyeler: 26. Mai - 5. Oktober 2019  Mit dem zeitgenössischen Maler Rudolf Stingel widmet die Fondation Beyeler ihre Sommerausstellung 2019 einem der höchstgehandelten Namen auf dem ... mehr lesen
Ausstellung KunstWerke 2019
Publinews Uhrenmuseum Beyer Zürich  Die Sonderausstellung «KunstWerke» im Uhrenmuseum Beyer präsentiert Meisterwerke von sechs unabhängigen Ausnahmekönnern: Dominique Buser, Cyrano Devanthey, Felix ... mehr lesen
Ausstellung: «Die Katze. Unser wildes Haustier»
Publinews Ausstellung im Naturmuseum Thurgau  Die Katze ist das beliebteste Haustier in der Schweiz. Mal ist sie anschmiegsam, oft distanziert, immer ist sie eigenwillig. Die neue Sonderausstellung im Naturmuseum ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF