Swiss Re erwartet stärkere Sturmschäden
publiziert: Mittwoch, 24. Jan 2007 / 21:35 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 25. Jan 2007 / 09:18 Uhr

Bern - In Europa dürften die Sturmschäden wegen der Klimaveränderung in Zukunft weiter zunehmen. Nach einer Studie des Rückversicherungskonzern Swiss Re wird es in den kommenden Jahren mehr und heftigere Stürme geben.

Schäden des Orkans Kyrill am 17. Januar 2007 in Norddeutschland .
Schäden des Orkans Kyrill am 17. Januar 2007 in Norddeutschland .
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In der vergangenen Woche wurden weite Teile Europas vom Wintersturm «Kyrill» heimgesucht. Noch haben die einzelnen Versicherungsgesellschaften keine Schätzungen zum Schadenumfang veröffentlicht. Der Sturm dürfte aber erheblichen Sachschaden angerichtet haben.

Applied Insurance Research (AIR) Worldwide, eine der weltweit führenden Firmen für Katastrophenmodellierungen, schätzt jedenfalls die versicherten Schäden für die Versicherungsindustrie auf von 4 bis 8 Mrd Euro, umgerechnet 6,5 Mrd. bis 12,9 Mrd. Franken.

Kyrill fast so schlimm wie Lothar

«Kyrill» sei somit der schlimmste Sturm, den Europa seit acht Jahren gesehen hat. «Lothar» kostet 1999 die Versicherungsindustrie im Vergleich dazu 7,6 Mrd. Franken.

Eine Studie von Swiss Re und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) hat bereits vor «Kyrill» einen klaren Trend aufgezeigt: Gemessen am Jahr 1975 dürfte die Schadenlast aus Winterstürmen bis 2085 um mindestens 16 Prozent ansteigen. Das pessimistische Szenario sagt gar einen Anstieg der Schäden von bis zu 68 Prozent voraus.

Wird zur Berechnung einen Mittelwert dieser Szenarien, schätzen die Experten für das Jahr 2085 die erwarteten versicherten Schäden in Europa auf 3,5 Mrd. Euro, heute liegt dieser Wert bei 2,6 Mrd Euro.

Anreize für Schutzmassnahmen gefordert

Die Versicherungsindustrie stehe nun vor der Aufgabe, die Studienresultate systematisch in die Risikoeinschätzung und ins Risikomanagement einfliessen zu lassen, so die Studie weiter.

Die Klimaveränderung sei mit versicherungstechnischen Mitteln allein aber nicht zu bewältigen. Die Studie fordert die Schaffung klarer Anreize, um Schutzmassnahmen und bauliche Anpassungen zu fördern.

(ht/sda)

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