Taifun hinterlässt Schneise der Verwüstung
publiziert: Dienstag, 2. Sep 2003 / 20:45 Uhr

Taipeh - Ein heftiger Taifun hat eine Schneise der Verwüstung durch Taiwan gezogen. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben.

Das Auge des Taifuns  vor Taiwan.
Das Auge des Taifuns vor Taiwan.
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Ein Mann ertrank vor der Küste Taiwans, ein zweiter fiel aus dem fenster seines Hauses, als er bei starkem Wind die Fensterläden schliessen wollte. Ein Student galt als vermisst, nachdem er von einer Flutwelle mitgerissen wurde.

Mehr als eine halbe Million Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Im Zentrum der Insel wurde eine Brücke von den Fluten weggerissen. Zahlreiche internationale Flüge nach Taipeh wurden abgesagt.

Der Taifun bewegte sich am Dienstag mit rund 30 Kilometern pro Stunde in Richtung Hongkong und der südchinesischen Provinz Guangdong. In seinem Zentrum herrschten Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Kilometern pro Stunde.

Auch in der philippinischen Hauptstadt Manila setzte Dujuan Strassen hüfthoch unter Wasser, wie Behörden mitteilten. Angaben über Opfer lagen zunächst nicht vor.

An Hongkong zog der Taifun vorbei, ohne die befürchteten Schäden anzurichten. Der Wirbelsturm brachte zwar gewaltige Regenmengen mit sich und entwurzelte etliche Bäume, aber kurz vor der 6,8-Millionen- Metropole änderte das Unwetter seinen Kurs und bewegte sich entlang der chinesischen Küste Richtung Norden weiter.

In der ehemaligen britischen Kolonie waren angesichts des Taifuns die Schulen und die Börse geschlossen worden, 54 Flüge wurden gestrichen, hunderttausende Büromitarbeitende gingen frühzeitig nach Hause.

(fest/sda)

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