900 Wohnhäuser verbrannt
Tote und Verletzte bei Steppenbränden in Sibirien
publiziert: Sonntag, 12. Apr 2015 / 21:42 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Apr 2015 / 13:57 Uhr
Mehr als 200 Menschen wurden wegen dem Brand verletzt.
Mehr als 200 Menschen wurden wegen dem Brand verletzt.

Abakan - Bei verheerenden Wald- und Steppenbränden sind in Sibirien mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen und etwa 900 Wohnhäuser verbrannt. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt, elf davon schwer.

4 Meldungen im Zusammenhang
Mehr als 50 Verletzte mussten in Spitälern behandelt werden. In 21 Orten der Republik im Süden Sibiriens wurde der Ausnahmezustand verhängt, wie die Behörden in der russischen Teilrepublik Chakassien am Sonntag der Agentur Interfax zufolge mitteilten.

Verteidigungsminister Sergej Schoigu genehmigte den Einsatz von Militärtechnik sowie 700 Soldaten, um die Brände unter Kontrolle zu bekommen. Das Feuer brach demnach durch unkontrolliertes und nicht genehmigtes Abbrennen von Steppengras aus.

Die Flammen breiteten sich durch extremen Wind mit 30 Metern pro Sekunde aus. Sie griffen rasch auf die Dörfer über. Viele Häuser in Sibirien sind aus Holz.

5000 Menschen helfen beim Löschen

Zivilschutzminister Wladimir Putschkow kritisierte den achtlosen Umgang mit Feuer bei extremer Trockenheit. Er rief Freiwillige zu Hilfseinsätzen auf.

Zeitweilig waren Medien zufolge bis zu 5000 Menschen mit Löscharbeiten beschäftigt. Die Behörden in der chakassischen Hauptstadt Abakan ordneten zudem den Einsatz von Löschflugzeugen an.

Steppenbrände seien ähnlich schwer zu löschen wie Feuer im Wald, sagte der stellvertretende Zivilschutzminister Alexander Tschuprijan. Jedes Jahr gingen in der Region Dutzende Gebäude in Flammen auf wegen Verstössen gegen den Brandschutz, kritisierte er.

«Diesen Brand gäbe es nicht, wenn nicht mit Streichhölzern gespielt würde. Das waren keine Kinder, sondern erwachsene Leute», betonte Tschuprijan. In Sibirien kommt es oft bereits im Frühjahr zu schweren Bränden.

Die Lage erinnert an die schweren Wald- und Torfbrände von 2010. Damals rollte eine gewaltige Feuerwalze durch Russland. Tausende Gebäude verbrannten. Bei den schlimmsten Bränden der russischen Geschichte gab es auch viele Tote. Die Umweltorganisation Greenpeace hatte den russischen Behörden immer wieder vorgeworfen, keine Lehren aus der Jahrhundert-Katastrophe gezogen zu haben.

 

(nir/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wetter.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Nowosibirsk - Tausende russische Einsatzkräfte versuchen weiter, die schweren ... mehr lesen
Abakan - Mit Löschflugzeugen und ... mehr lesen
Das ganze Städtchen wurde Anfang Mai komplett evakuiert.
Das ganze Städtchen wurde Anfang Mai ...
Nach Waldbrand  Montréal - Nach dem Abebben der verheerenden Waldbrände in Kanada können die meisten Bewohner von Fort McMurray ab Mittwoch in ihre Häuser zurückkehren. Lediglich die rund 9000 Bewohner der drei am schlimmsten betroffenen Stadtteile müssten noch warten. mehr lesen 
Ausgelöst durch explodierendes Fernsehgerät?  Kiew - Bei einem Brand in einem privaten Altersheim in der Ukraine sind am Sonntag 17 Insassen ... mehr lesen  
Zu dem Zeitpunkt als das Feuer ausbrach, hielten sich 35 Personen in dem Altersheim auf. (Symbolbild)
Als die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr eintrafen, stellten sie im 4. Stock der Liegenschaft eine starke Rauchentwicklung aus einem Zimmer fest. (Symbolbild)
Feuer in Pension in der Altstadt von Olten  Olten - In einem Pensionszimmer in der Oltner Altstadt hat es in der Nacht auf Sonntag gebrannt. Der ... mehr lesen  
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 648 30 22
Skype chris_vadian_net
 
News
     
Der junge Picasso - Blaue und Rosa Perode 3. Februar - 26. Mai 2019 in der Fondation Beyeler in Riehen/Basel
Publinews Fondation Beyeler: 3. Februar - 26. Mai 2019  Als Kulturhöhepunkt des Jahres 2019 präsentiert die Fondation Beyeler Pablo Picassos frühe Meisterwerke der sogenannten Blauen und Rosa Periode in ... mehr lesen
Publinews Uhrenmuseum Beyer  Das Uhrenmuseum Beyer gilt als eine der grossen Attraktionen Zürichs. Es befindet sich an der berühmten Einkaufsmeile inmitten von Zürich und ist durch das Ladenlokal ... mehr lesen
Ausstellung: «Die Katze. Unser wildes Haustier»
Publinews Ausstellung im Naturmuseum Thurgau  Die Katze ist das beliebteste Haustier in der Schweiz. Mal ist sie anschmiegsam, oft distanziert, immer ist sie eigenwillig. Die neue Sonderausstellung im Naturmuseum ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF