Treibhausgasemission: Japan drängt reiche Länder
publiziert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 14:32 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 14:53 Uhr

Kobe - Im Kampf gegen den Klimawandel drängt Japan die reichen Länder zu ehrgeizigen Zielen bei der Senkung der Treibhausgasemissionen. Die entwickelten Länder müssten sich ein Ziel von deutlich über 50 Prozent setzen.

Demonstrationen beim Klimagipfel. (Archivbild)
Demonstrationen beim Klimagipfel. (Archivbild)
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Nur so könne der globale Ausstoss an Treibhausgasen bis 2050 halbiert werden, sagte der japanische Umweltminister Ichiro Kamoshita auf einem Treffen der sieben grössten Industrienationen und Russland (G8) sowie grösserer Schwellenländer in Kobe.

Effiziente Mittel dafür seien Umweltsteuern und der Handel mit Emissionsrechten. «Kohlendioxid muss einen Preis bekommen, damit jeder die Verantwortung für seinen eigenen Kohlendioxidausstoss übernimmt», sagte Kamoshita.

Er hoffe, dass diese «Vision» von den Teilnehmerländern des G8-Gipfels im Juli geteilt werde, sagte Kamoshita. Zugleich rief er China, die USA und andere wichtige CO2-Produzenten auf, sich daran zu beteiligen.

Japan verlagere die Verantwortung

Japan schlägt vor, dass alle Länder, auch China und Indien, Reduktionsziele nur in bestimmten Industrien verabreden als Ersatz für nationale Ziele. Kritiker haben Japan vorgeworfen, mit diesem Vorschlag die Hauptverantwortung auf die Entwicklungsländer verlagern zu wollen.

Die Senkung des Ausstosses an Treibhausgasen, die für die Erderwärmung verantwortlich gemacht werden, ist das Hauptthema des dreitägigen Ministertreffens in Kobe. Im letzten Jahr hatten die G8-Staaten vereinbart, das Ziel einer Halbierung dieser Emissionen bis 2050 ernsthaft zu prüfen.

(dl/sda)

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