UNO-Klimakonferenz mit erstem Entwurf
publiziert: Samstag, 8. Dez 2007 / 16:59 Uhr

Nusa Dua - Knapp eine Woche vor dem Ende der UNO-Klimakonferenz auf Bali liegt ein erster Entwurf für eine Abschlusserklärung vor. Darin werden alle Nationen aufgefordert, sich im Kampf gegen den Klimawandel stärker zu engagieren.

Die Entwicklungsländer seien nicht bereit, sich auf bindende Reduktionsziele zu verpflichten.
Die Entwicklungsländer seien nicht bereit, sich auf bindende Reduktionsziele zu verpflichten.
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Die Industriestaaten sollten ihren Ausstoss von Teibhausgasen deutlich senken, während die Entwicklungsländer zumindest einen Anstieg ihrer Emissionen verhindern sollten, hiess es im vierseitigen Papier.

Klimaschutz-Zusagen allein der reichen Länder könnten die Erderwärmung nicht stoppen, betonte der australische Handelsminister Simon Crean auf Bali. Er verlangte deshalb von den Schwellen- und Entwicklungsländern einen Beitrag zur Senkung klimaschädlicher Treibhausgase.

Der Chef des UNO-Klimasekretariats, Yvo de Boer, sagte hingegen, es sei offensichtlich, dass die Entwicklungsländer nicht bereit seien, sich auf bindende Reduktionsziele zu verpflichten.

Inoffizieller Leitfaden

Das Dokument wurde von Delegierten aus Indonesien, Australien und Südafrika erarbeitet. Es soll als inoffizieller Leitfaden für die Gesandten der 190 Länder dienen, die auf dem noch bis Freitag angesetzten Gipfel vertreten sind.

Die Konferenz wurde vor Ort von Demonstrationen für den Klimaschutz begleitet. Auch in Deutschland demonstrierten etwa 10'000 Menschen. Allein in Berlin beteiligten sich nach Angaben von Greenpeace-Klimaexperte Andree Böhling etwa 5000 Menschen an einem Marsch zum Brandenburger Tor.

Auch in weiteren Städten, darunter München, Freiburg, Mainz, Hannover, Nürnberg und Saarbrücken, gingen nach seinen Angaben hunderte Menschen auf die Strasse. Zu den Demonstrationen aufgerufen hatte die Klima-Allianz, der mehr als 80 Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Verbraucher und Kirche angehören.

(smw/sda)

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