Schneefälle fordern weitere Verletzte
Über 70 Unfälle im Mittelland und im Kanton Bern
publiziert: Samstag, 16. Jan 2016 / 09:55 Uhr / aktualisiert: Samstag, 16. Jan 2016 / 16:52 Uhr

Bern - Verschneite Strassen und unvorsichtiges Fahren haben seit Freitagabend in mehreren Landesteilen zu insgesamt fast 100 Unfällen geführt. Der Kanton St. Gallen zählte 14 Kollisionen, der Kanton Bern gar deren 60. Mehrere Personen wurden verletzt.

Die Unfälle seien auf "nicht angepasste Fahrweise" und die winterlichen Strassen zurückzuführen, teilte die Kantonspolizei St. Gallen mit. Verletzt wurde niemand. An den Kollisionen beteiligt waren 21 Personen- und Lieferwagen.

Im Kanton Bern forderten die rund 60 Zusammenstösse fünf Verletzte, wie die Kantonspolizei mitteilte. In Frutigen kam am Samstagmorgen ein Kleinbus ins Schleudern und prallte frontal in einen entgegenkommenden Linienbus. Der Lenker des Kleinbusses und ein Mitfahrer wurden verletzt.

Mehr Glück hatten die Beteiligten der vier Unfälle, welche die Kantonspolizei Glarus meldete: Alle blieben unverletzt.

Im Kanton Aargau ereignete sich der erste Unfall am frühen Freitagabend um 18.30 Uhr noch vor dem Einsetzen des starken Schneefalls: Eine 21-jährige Deutsche übersah in Sulz AG bei einem Abbiegemanöver ein entgegenkommendes Auto. Beim Zusammenprall wurden drei Personen leicht verletzt.

Bei vier der sechs Unfälle im Kanton Aargau handelte es sich um Selbstunfälle, wie aus einer Mitteilung der Kantonspolizei hervorgeht. In Ziehen geriet ein 18-jähriger Neulenker mit seinem Auto kurz vor Mitternacht gegen eine Böschung. Das Fahrzeug kippte um, der Fahrer verletzte sich leicht.

In Strengelbach verlor um 01.45 Uhr ein Neulenker die Herrschaft über sein Auto, als er eine Strasse überqueren wollte. Das Auto des 19-Jährigen prallte gegen die Wand eines Carports. Der Unfallfahrer erlitt leichte Verletzungen. Weitere Unfälle ereigneten sich in Villmergen, Neuenhof und Sins.

Keine Verletzten in Solothurn

In der Nacht auf Samstag kam es auch auf dem Solothurner Strassennetz zu rund zehn Verkehrsunfällen wegen Schneefalls und vereister Strassen. Es handelte sich grösstenteils um Selbstunfälle. Verletzt wurde dabei niemand.

Die Unfälle ereignete sich laut der Solothurner Kantonspolizei auf dem gesamten Kantonsgebiet. Auf der Aarauerstrasse in Obergösgen ereigneten sich nach 22.20 Uhr gleich zwei Verkehrsunfälle.

Auf der A5 in Richtung Neuenburg geriet auf der Höhe von Grenchen ein Fahrzeug ins Schleudern. Es kollidierte zuerst mit der Mittelleiteinrichtung, überquerte danach beide Fahrspuren und kollidierte dann mit der seitlichen Leitplanke. Auf dem Pannenstreifen kam es schliesslich zum Stillstand.

(bert/sda)

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