Proteste vor dem Camp
Verjagte Anti-AKW-Aktivisten kehren zurück
publiziert: Dienstag, 21. Jun 2011 / 15:54 Uhr
Kundgebung beim AKW Mühleberg.
Kundgebung beim AKW Mühleberg.

Bern - Trotz der Räumung des AKW-Protestcamps in Bern haben sich am Mittag etwa 200 Personen vor dem abgesperrten Areal zu einem weiteren Protest-Picknick zusammengefunden. Viele Aktivistinnen und Sympathisanten zeigten sich enttäuscht von der Räumung des Zeltlagers.

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Musikalische Unterstützung erhielten die Anwesenden vom Sänger Christoph Trummer, der gemeinsam mit Nadja Stoller auftrat. Die Teilnehmer des Protest-Picknicks postierten sich rund um die von der Polizei abgesperrte kleine Parkanlage und schwenkten Fahnen und hielten Transparente hoch.

Unter den Picknick-Teilnehmern fanden sich auch diverse Grüne Stadt- und Grossräte. Der Anlass verlief friedlich. Die Polizei war mit einem Aufgebot vor Ort und riegelte den Zugang zum nahen Hauptgebäude des Energiekonzerns BKW ab.

Enttäuschung unter den Aktivisten

Die Verantwortlichen des Protestcamps bezeichneten die Räumungsaktion der Polizei am frühen Dienstagmorgen als «populistisch, feige und mutlos».

Der Stadtberner Gemeinderat hätte jederzeit die Möglichkeit gehabt, das Protestcamp mit den Zelten auf der kleinen Parkanlage vor dem Hauptsitz des Energiekonzerns BKW zu bewilligen. Stattdessen habe sich die Stadtregierung für einen «populistischen Befreiungsschlag» entscheiden.

Der Protest werde weitergetragen, auch wenn die Polizei das Zeltlager geräumt habe, bekräftigten die Camp-Verantwortlichen am Dienstagmittag. Bereits am Dienstagabend soll eine Kundgebung stattfinden, mit der die Teilnehmenden gegen die Räumungsaktion protestieren wollen.

(bert/sda)

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Oha sorry
Im ersten Satz schon was vergessen. Ich wollte schreiben; ich vermute Sie beziehen sich auf Greifswald. Mein Fehler.
2011+3=2012?
Wo beziehe ich mich auf Greifswald?

Sie dürfen selbstverständlich alles werten, was Sie googeln, Steson. :-)
Ich habe mal ein bisschen gesurft
Greifswald, auf das Sie sich beziehen, wurde 1990 stillgelegt. Seit 1995 baut man zurück. Die Kosten liegen bis jetzt bei 5,2 Milliarden Euro. Nur für den Rückbau. Die Zahl wird stetig höher. Der Rückbau sollte 2012 abgeschlossen sein, dann kann aber nicht von einer grüner Wiese die Rede sein. Man weiss noch nicht wie hoch die Radioaktive Verschmutzung ist.

Für Mühleberg liegen bis jetzt 379 Millionen Franken. Greifwald hatte 5 heisse Blöcke. Hm. Wird knapp mit der grünen Wiese...... und ich nehme an in Greifswald bekommen sie Mengenrabatt. :-) Wer wird wohl die Mehrkosten für den Abriss in Mühleberg bezahlen? Was vermuten Sie? Ich habe eine leise Vermutung.

Für den Abriss aller Schweizer AKWs und die Endlagerung sollen 15 Milliarden Franken bereit liegen. Diese Zahl ist von 2006. Das klappt nur wenn alle AKWs möglichst lange am Netz bleiben. Vermutlich wird der Abriss sehr alter AKWs billiger....... (Das war jetzt sarkastisch gemeint) Ich würde jetzt mal frech behaupten, und ohne das irgendwie belegen zu können. DAS wird wohl kaum reichen.

Beim AKW Olkiluoto in Finnland, belaufen sich die Kosten für den Neubau eines Blocks auf 5.5 Milliarden Euro. Und der neue Block ist noch lange nicht fertig. Da Siemens und Areva beweisen wollen, dass AKWs rentabel sind, soll das ein Schnäppchen sein. Nett oder? Der neue Reaktor ist vom Typ EPR mit 1600 MW ein Siedewasser Reaktor, ein Prototyp also.

Danke für die Hinweise, dass Surfen nach Infos war spannend. Die Informationen sind nicht von Greenpeace, sondern aus verschiedenen Quellen. Ich habe versucht nicht zu werten. Ganz gelungen ist mir das nicht.
Zu kompliziert...
... ist sie geworden, diese Welt. Zu kompliziert für das menschliche Hirn, anscheinend. Früher liess sich ein Problem eventuell noch auf zwei, drei Punkte reduzieren, dies funktioniert heutzutage leider nicht mehr. Auch wenn sich verschiedene Regierungen und Parteien meist damit begnügen. Dies wird gerade in den jetzigen Tagen und Wochen wieder schmerzlich feststellbar. Sei es wegen den immer mehr zunehmenden Finanzierungsproblemen verschiedener Länder, sei es wegen politischer Proteste und deren Gegenreaktionen, sei es wegen der neu aufgekommenen AKW-Problematik. Vor Fukushima waren viele für die Atomnutzung, wegen der besseren Klimabilanz, nach Fukushima kippte dies innerhalb weniger Stunden. Auch typisch für die Menschheit, immer in Panik zu reagieren. Die Probleme sind nämlich immer noch die gleichen wie vor Fukushima, warum reagierten damals viele nicht. Und jetzt wollen wieder alle ihre Einstellung durchsetzen, was zu völlig irrealen Situationen führt. Beispielsweise: Alternativenergie und Landschaftsschutz. Entweder – oder. Beides geht leider nicht. Oder: Elektro- und Hybridautos. Toll, aber woher kommt dann der zusätzliche Strombedarf?
Damit ich richtig verstanden werde, ich bin kein Vertreter der Atomlobby, nur ein sein Gehirn einsetzender Mitbürger. Denn jede Entscheidung, egal in welche Richtung, trifft jemanden. Jedes Handeln hat irgendeine negative Folge irgendwo anders. Da gilt es einfach zu entscheiden, was ist LANGFRISTIG weniger schädlich. – Und so ist natürlich auch das Handeln der Stadt richtig. Auch bei Sympathie für die Demonstranten kann die Stadtregierung dieses Camp nicht tolerieren. Sonst campen plötzlich auf der andern Strassenseite die Befürworter. Also, gleiches Recht für alle. Auch wenn dies leider ein frommer Wunsch zu sein scheint. Und BITTE BITTE liebe Mitmenschen: Versucht endlich mal über euren Gartenhag zu schauen und versucht die Zusammenhänge zu begreifen. Und handelt entsprechend. Ohne dauernd auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein. Denn sonst müssen wir uns nämlich um kaputte AKWs keine Gedanken mehr machen. Wir werden diese so oder so nicht überleben.
Stimmt nicht, Steson.
Der Abriss eines KKW von der Grösse Mühleberg dürfte nicht allzu lange dauern. In Ostdeutschland wird derzeit ein Rückbau vollzogen. Der Komplex ist grösser, als alle KKWs der Schweiz und dauert seit 10 Jahren an, wird gemäss Aussagen der Bauleitung in etwa 3 Jahren abgeschlossen sein. Danach ist kein Krümel Radioaktivität mehr auf der Baustelle vorhanden.
Die Kosten für einen Rückbau bewegen sich etwa in der gleichen Höhe wie der Neubau.

Guten Appetit ;-)
Mindestens
120 Jahre :-)

Abschalten-Abreissen- Neubau. Haben Sie gemeint. Das Abreissen dauert nämlich viel länger als der Neubau und ist auch deutlich teurer. Aber wie sie sagten, der Neubau ist ja Essig.

Ich will eben, dass auch meine Kinder, Kindeskinder und so weiter, noch den feinen Appenzeller Käse essen dürfen. Und zusammen mit Cäsium ist er einfach nicht gleich gut. ;-) Etwas rääs ist ja in Ordnung, man sollte es aber nicht übertreiben.
So alt?
wollen Sie noch werden?

Tja, mit Abschalten und Neubau ist ja jetzt Essig. Da wär ich ja auch dafür gewesen;-)
Ich hoffe Sie haben recht
Die Baulichen Mängel sind aber kaum zu beheben. Es wäre klüger den alten Kasten abzuschalten und abzureissen. Aber wie Sie sagten, die Behörden haben ja ein Auge drauf. Hoffentlich und wenn nicht, hoffe ich als Ostschweizer auf 10000 Jahre Bisenlage.

Nein, ein Unmensch sind Sie sicher nicht, aber als halbregelmässiger Teilnehmer und regelmässiger Leser dieses Forums, bin ich bei Ihnen vorsichtig geworden. :-) nicht böse gemeint.
Ich weiss,
dass dort nicht alles zum besten bestellt ist. Aber ich denke, die Behörden haben Auflagen gemacht, die die BKW nun umsetzen muss und zwar innert sehr kurzer Frist.

Doch, doch, das wollte ich hören, sonst hätte ich ja nicht gefragt ;-)
Ich bin ja - scheint's - schon ein Unmensch!!!
Vom IPhone aus wäre richtiger
Ja was, der beschädigte Reaktorbehälter, der mit Klammern zusammengehalten wird, die mangelhafte Notkühlung, der Damm oberhalb des Kraftwerks, uralte Technik die mit Modernen Systemen kombiniert wird, mangelnde Erdbebensicherheit, kaum Schutz gegen Terror usw. Aber das wollen Sie wohl kaum hören.

Ich finde die Anliegen der Aktivisten von Bern berechtigt. Es ist ein demokratisches Recht dagegen zu demonstrieren. Trotzdem bin ich der Meinung das es jetzt gut ist. Das Camp wurde aufgelöst und die Stadt hat klar gemacht das sie ein weiteres nicht akzeptieren wird. Das sollten die Leute akzeptieren. Die Nachricht ist angekommen.

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