Viele Kantone vernachlässigen den Waldschutz
publiziert: Dienstag, 8. Jun 2004 / 11:49 Uhr

Bern - Viele Kantone vernachlässigen den Schutz der Wälder: Ihre Konzepte für Waldreservate sind schlecht und deren Umsetzung zieht sich über Jahrzehnte hin. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des WWF. Es gibt aber auch gute Beispiele.

Dem Schweizer Wald wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
Dem Schweizer Wald wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
Um bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu retten, müssten rund 18 Prozent des Schweizer Waldes als Reservat geschützt sein, schreibt der WWF Schweiz in einem Communiqué. Denn selbst ein naturnah genutzter Wald könne nicht die Lebensraumansprüche aller Arten erfüllen.

Die Waldreservatspolitik des Bundes sieht vor, ein Netz von Waldreservaten in der Grösse von 10 bis 20 Prozent der Waldfläche aufzubauen. Doch von diesem Ziel ist die Schweiz meilenweit entfernt: Gemäss einer Umfrage des WWF bei den Kantonen stehen erst 2,8 Prozent der Schweizer Waldfläche unter Schutz.

Grosse interkantonale Unterschiede

Die Unterschiede zwischen den Kantonen sind dabei frappant. Es gebe einige Kantone, die eine vorbildliche Waldreservate-Politik betrieben, sagte WWF-Waldexperte Damian Oettli. Dazu gehören etwa die beiden Basel, Solothurn, Aargau, Tessin und Obwalden.

Schlecht schneiden auf der WWF-Liste hingegen Nidwalden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Bern und Luzern ab. Wenn sie die Waldreservate weiterhin so stiefmütterlich behandelten, könnten Bund und Kantone ihre selbst gesetzten Ziele nie erreichen, sagte Oettli.

Reservate müssen verbessert werden

Für die Studie befragte der WWF alle Kantone. Es wurden Punkte vergeben für Qualität der Ziele und Massnahmen in den Reservatskonzepten. Zudem wurde Aspekte bewertet wie Transparenz, Finanzierung und Fortschritte in der Umsetzung. Nicht geanwortet haben die Kantone Uri und Genf.

Die Waldreservatskonzepte der Kantone müssten qualitativ deutlich besser werden, fordert der WWF. Eine Informationskampagne solle Öffentlichkeit, Bund, Kantone und Waldbesitzer für Reservate begeistern.

(rp/sda)

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