Vorboten von 'Frances' erreichen Florida
publiziert: Samstag, 4. Sep 2004 / 17:00 Uhr / aktualisiert: Samstag, 4. Sep 2004 / 17:20 Uhr

Miami - Mit heftigen Windböen und Regengüssen haben Vorboten des Wirbelsturms Frances die Küste des US-Bundesstaats Florida erreicht. Trotz deutlich abgeschwächter Windstärken warnen die Behörden weiter vor starken Zerstörungen.

Frances erreichte Windstärken um 165 Kilometer pro Stunde.
Frances erreichte Windstärken um 165 Kilometer pro Stunde.
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Im Süden Floridas rissen heftige Windstösse mit Geschwindigkeiten von 70 Stundenkilometern bereits Stromleitungen um und entwurzelten Bäume. In Teilen Miamis waren am Freitag rund 200 000 Menschen ohne Strom.

Frances selbst erreichte Windstärken um 165 Kilometer pro Stunde. Am Freitagabend (Ortszeit) stuften die Behörden die Stärke des Sturms auf einer fünfstufigen Skala von 4 auf 2 herunter. Zuvor hatte der Sturm noch Geschwindigkeiten von 195 Stundenkilometern erreicht.

Der Gouverneur von Florida, Jeb Bush, und das Nationale Hurrikan-Zentrum warnten jedoch vor Sorglosigkeit, da Frances wieder erstarken könne.

Grosse Schäden zu befürchten

Ausserdem seien grosse Schäden zu befürchten, da der Sturm auf einer Breite von rund 350 Kilometern Orkanstärke erreiche und sich mit rund neun Kilometern pro Stunde nur sehr langsam fortbewege. Nach neuesten Berechnungen sollte der Sturm in der Nacht zum Sonntag zwischen Palm Beach und Fort Pierce ankommen.

Gleichzeitig warnen die Meteorologen vor massiven Überflutungen. Mehr als 300 Millimeter Niederschlag seien zu erwarten, dazu gefährliche Sturmfluten mit bis zu fünf Meter hohen Wellen.

Bis Freitag verlissen in Südflorida rund 1,2 Millionen Menschen ihre Häuser. An mehreren Tankstellen ging das Benzin aus, an zahlreichen Bankautomaten war kein Geld mehr erhältlich. Die Behörden mehrerer Küstenstädte verhängten in der Nacht zum Samstag eine Ausgangssperre.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Stundenkilometern hatte Frances am Mittwoch bereits die Turks- und Caicos-Inseln im Karibischen Meer getroffen. Am Donnerstag streifte er die Bahamas, wo schwere Schäden entstanden. Es wurden jedoch nur wenige Menschen verletzt.

Bereits Mitte August hatte der Hurrikan Charley in Florida Schäden in Milliardenhöhe verursacht. 27 Menschen kamen ums Leben. Frances ist mehr als doppelt so gross wie Charley.

(bert/sda)

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