Weltklimakonferenz verhandelt weiter
publiziert: Freitag, 9. Dez 2005 / 19:54 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 14. Dez 2005 / 00:14 Uhr

Montréal - Wenige Stunden vor dem Ende der UNO-Klimakonferenz in Montréal haben sich die Unterhändler geeinigt, den Kampf gegen die Erderwärmung nach Ablauf des Kyoto-Protokolls 2012 fortzusetzen.

Die Klimaerwärmung könnte die gewohnte Umgebung der Inuit verändern.
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Die USA stellten sich quer. An diesem informellen Abkommen seien die USA und Saudi-Arabien nicht beteiligt, hiess es aus Konferenzkreisen. Inhaltlich sei der Kompromisstext äusserst vage formuliert. Den Angaben zufolge war es unklar, ob sich die USA und Saudi-Arabien bis zum Abschluss der Konferenz würden zur Zustimmung bewegen lassen.

Gespalten sei vor allem die Gruppe der Erdöl produzierenden Länder, sagte der Leiter der Schweizer Delegation, Bruno Oberle, Direktor des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), der Nachrichtenagentur sda.

Grundlage Klimarahmenkonvention

In einer Nachtsitzung bis um sechs Uhr morgens hatten sich die meisten Länder weitgehend auf vier wesentliche Wege zum künftigen Klimaschutz geeinigt.

Gemäss einem Mitglied der deutschen Delegation soll in einem ersten Weg auf Grundlage der Klimarahmenkonvention von Rio de Janeiro 1992 in den kommenden Jahren international weiter über den Klimaschutz verhandelt werden. Der genaue Text dieser Ministerklärung sollte noch abgestimmt werden.

Wie weiter mit Kyoto?

Der zweite Weg betrifft das Kyoto-Protokoll: In den kommenden Jahren sollen ein neuer Zeitrahmen und neue Reduktionsziele für Industrieländer festgelegt werden, damit der Klimaschutz nach 2012 im Rahmen des Kyoto-Protokolls weitergeführt werden kann.

Im dritten Weg geht es um eine mögliche Einbeziehung der Entwicklungs- und Schwellenländer im Rahmen des Kyoto-Protokolls.

Der vierte Weg betrifft Hilfen zur Anpassung an den Klimaschutz für Entwicklungsländer. Der Plan war 2004 in Buenos Aires ausgehandelt worden.

(ht/sda)

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