Wirbelstürme verursachen 50 Mrd. Dollar Schaden
publiziert: Mittwoch, 29. Sep 2004 / 17:57 Uhr

München- Die jüngsten Wirbelstürme haben Schäden in Höhe von weltweit rund 50 Mrd. Dollar angerichtet. Das geht aus den Schätzungen des weltgrössten Rückversicherers Münchener Rück hervor.

Die Häufigkeit extremer Jahre nehme zu.
Die Häufigkeit extremer Jahre nehme zu.
Davon seien Schäden in Höhe von 20 bis 35 Mrd. Dollar versichert, teilte der Konzern in München mit. Ihre eigene Belastung schätzt die Münchener Rück auf 500 Mio. Euro.

Damit werde das Ergebnis des Konzerns weniger stark von den Wirbelstürmen beeinträchtigt als zuerst angenommen. Trotzdem werde es die Münchener Rück deutlich schwerer haben, den in diesem Jahr angestrebten Gewinn von 2 Mrd. Euro zu erreichen.

Da die Hurrikan-Saison noch nicht zu Ende ist, gehen die Rückversicherer von weiteren Stürmen am Pazifik und Atlantik aus. Die Häufigkeit extremer Jahre nimmt zu, sagte ein Klimaexperte der Münchener Rück. Es sei zu erwarten, dass es wegen des Treibhauseffekts mehr und stärkere die Wirbelstürme geben werde.

Preisniveau insgesamt stabil

Trotz der Belastung ist nach Einschätzung des Konzerns zu erwarten, dass bei den anstehenden Vertragserneuerungen im Rückversicherungsgeschäft das Preisniveau insgesamt stabil bleibt. Der Konzern plane derzeit auch nicht, neue Ausschlusskriterien einzuführen, sagte Vorstandsmitglied Stefan Heyd.

Allerdings würden bereits heute etwa auf den karibischen Inseln von dem Konzern weder Golfanlagen noch Clubs und Hotels mit grossen Risiken versichert.

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re gibt nach den Unwettern in Asien und Nordamerika derzeit vorerst keine Änderung seiner Ziele bekannt. Auch seien noch keine Angaben zu Schäden des Wirbelsturms Jeanne machbar, sagte ein Sprecher.

In der vergangenen Woche hatte Swiss Re mitgeteilt, dass die Schadenbelastung durch Ivan und Songda rund 300 Mio. Dollar betrage.

(bert/sda)

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