Wladiwostok versorgt Bürger nur noch alle zwei Tage mit Wasser
publiziert: Donnerstag, 4. Sep 2003 / 09:10 Uhr

Wladiwostok - Wegen der schlimmsten Dürreperiode seit 40 Jahren hat die russische Stadt Wladiwostok drastische Wasser-Sparmassnahmen ergriffen: Die Behörden öffnen die Wasserleitungen nur noch alle zwei Tage für vier Stunden.

In Wladiwostok wird das Wasser knapp.
In Wladiwostok wird das Wasser knapp.
Aus Kostengründen soll es zudem nicht mehr gefiltert werden und ist somit nicht zum Trinken geeignet. Die Behörden verhängten den Notstand.

Schiffe, die in der Hafenstadt anlegen, dürfen ihre Wasservorräte in der Stadt nicht mehr auffüllen. Alle Quellen und Brunnen wurden als strategische Reserven unter Bewachung gestellt.

Flüsse und Reservoirs sind in der Region Wladiwostok nach der heftigen Trockenzeit so stark ausgetrocknet, dass sie nur noch die Hälfte der benötigten Wassermengen für die rund 600 000 Einwohner hergeben: Statt täglich 450 000 Kubikmetern stehen derzeit gerade einmal 200 000 Kubikmeter zur Verfügung.

Meteorologen warnen, dass sich die Lage noch verschlimmern werde. Auch in den kommenden zwei Monaten werde es voraussichtlich nur halb so viel regnen wie sonst im Herbst üblich, sagte der für die Region zuständige Meteorologe Boris Kubai. Die Wasservorräte würden vermutlich weiter versiegen.

(bsk/sda)

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