Zahl der Berggorillas steigt langsam
publiziert: Donnerstag, 17. Okt 2002 / 14:11 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Okt 2002 / 14:49 Uhr

Frankfurt - Die Zahl der stark vom Aussterben bedrohten Berggorillas steigt nach Zahlen des WWF wieder leicht an. Genau 100 Jahre nach der Entdeckung durch den Deutschen Robert von Beringe lebten in ostafrikanischen Bergwäldern 674 Tiere.

Dies teilte der World Wide Fund for Nature (WWF) in Frankfurt mit. 1996 habe es nur 620 Berggorillas gegeben. Dies bedeute allerdings keine Entwarnung: Die früher als wilde Bestien gefürchteten Vegetarier habe der Mensch durch Jagd und Zerstörung ihres Lebensraumes an den Rand der Ausrottung gebracht.

Landhunger führe dazu, dass das Revier der Gorillas gnadenlos zerstückelt werde, sagte der Leiter des afrikanischen WWF-Programmes Peter Stephenson. Zudem würden die Affen als Buschfleisch von Waldarbeitern und Bürgerkriegsmilizen gejagt.

Wildhüter versuchten mittlerweile, die verbliebenen Berggorillas zu schützen. Naturverträgliche Touristenführungen in die Bergwälder spülten Geld in die Kassen, das auch den Einheimischen zugute kommt.

(sda)

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