Afrika verlangt Milliarden für Klimaschäden
publiziert: Dienstag, 25. Aug 2009 / 14:14 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 25. Aug 2009 / 18:56 Uhr

Nairobi/Addis Abeba - Die afrikanischen Staaten wollen sich von den Industriestaaten für die Klimaschäden auf dem Kontinent mit einer Milliardensumme entschädigen lassen.

Wangari-Maathai erinnerte die afrikanischen Staaten daran, nicht die gleichen Fehler wie die Industriestaaten zu begehen.
Wangari-Maathai erinnerte die afrikanischen Staaten daran, nicht die gleichen Fehler wie die Industriestaaten zu begehen.
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Nach einem bekanntgewordenen Resolutionsentwurf, über den im äthiopischen Addis Abeba Umwelt- und Agrarminister aus zehn afrikanischen Ländern beraten, ist von umgerechnet gut 71 Milliarden Franken die Rede.

Ausserdem wollen die Afrikaner auf dem Klimagipfel Ende des Jahres in Kopenhagen voraussichtlich eine Senkung der Schadstoffemissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 fordern. Über den Entwurf soll am Wochenende auf einem Treffen der Afrikanischen Union (AU) in Libyen entschieden werden.

Afrika gilt als der Kontinent, der am meisten unter den Auswirkungen des Klimawandels zu leiden hat, ohne zu den Verursachern zu gehören. Allerdings werfen Umweltverbände den Erdölproduzenten unter den afrikanischen Staaten erhebliche Schädigungen und Zerstörungen des ökologischen Gleichgewichts etwa im nigerianischen Nigerdelta vor.

Auch Verantwortung

Auch die Abholzung der Wälder ist laut Earth Institute der Columbia Universität in Afrika deutlich höher als in anderen Teilen der Welt. Die kenianische Umweltpolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai erinnerte deshalb im Vorfeld des Treffens an die Verantwortung der afrikanischen Staaten, nicht die Umweltsünden der Industriestaaten zu übernehmen.

Durch die Folgen des Klimawandels ist die Ernährung der Bevölkerung in einer Reihe afrikanischer Staaten noch schwieriger geworden, weil die Ernten nach anhaltender Dürre nur unzureichend ausfallen. Beim Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen soll eine Nachfolgevereinbarung für das Kyoto-Protokoll gefunden werden.

(fest/sda)

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Nett, dass die afrikansichen Staaten den Industriestaaten wieder mal die Gelegenheit geben wollen, sich per Ablass von ihren Umweltsünden freizukaufen.

Zuerst sollten wir aber die eigentlichen Probleme in Afrika angehen. Korruption, Vetternwirtschaft, vom Subventionstropf abhängige Regierungen und die daraus resultierende Einstellung, dass Unternehmertum eh nicht lohnt.

Peter Eigen in einem Interview dazu

"Ich selbst konnte bezüglich der Korruption beobachten, dass die schlechtesten , die teuersten und die umweltschädlichsten Projekte, die der Gebrgemeinschaft vorgestellt wurden, die besten Chancen hatten, verwirklicht zu werden, weil Sie getrieben wurden von einer unheiligen Allianz von Lieferanten aus dem Norden – z.B. Europa-- und einigen mächtigen Kleptokraten in Afrika. Diese Projekte wurden oft motiviert von groß angelegter Korruption – statt von dem Gemeininteresse der Menschen."
http://www.afrikawirtschaft.de/de/index.php?node_id=102&rootnodeid=66&...
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