Japan kämpft gegen radioaktives Leck
Anti-AKW-Demonstrationen in Japan
publiziert: Montag, 4. Apr 2011 / 07:57 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Apr 2011 / 09:19 Uhr

Tokio - Aus dem havarierten Atomkraftwerk in Fukushima gelangt weiter Radioaktivität in die Umwelt. Derweil regt sich Protest gegen den AKW-Betreiber Tepco.

7 Meldungen im Zusammenhang

Die Menschen in Japan sind verunsichert, trauen den offiziellen Meldungen über Radioaktivität nicht mehr. Täglich sammelt sich nun eine Menge an Demonstranten vor dem Hauptgebäude von Tepco, dem Betreiber des Kernkraftwerks in Fukushima. Laut CNN-Reporter Martin Savidge werden es täglich mehr.

Tepco errichtet Barriere

Tepco will nun Barrieren errichten, um eine weitere Verseuchung des Meers zu verhindern. Zudem wurde weisses Färbemittel in das Wasser geleitet, um den genauen Verlauf von verseuchten Wasser in der Anlage festzustellen und weitere Lecks aufzufinden.

Da das gefärbte Wasser jedoch nicht bei den Abflussausgängen anlangte, werde befürchtet, dass das Wasser aus Gesteinschichten unterhalb von Rohren durchsickere, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji unter Berufung auf Tepco.

Zuvor hatten Arbeiter einen 20 Zentimeter langen Spalt in einem Kabelschacht des Turbinengebäudes von Reaktor 2 entdeckt. Die Regierung warnte, dass es Monate dauern könnte, das Leck zu schliessen.

Radioaktivität oberhalb der Grenzwerte

Derweil wurde laut der Nachrichtenagentur Kyodo ausserhalb der 30-Kilometer-Sicherheitszone um das Atomkraftwerk Radioaktivität oberhalb der erlaubten Grenzwerte gemessen.

Die Regierung überlegt nun, die Reaktoren des Kraftwerks zu versiegeln. Wie Kyodo unter Berufung auf informierte Kreise meldete, wird erwogen, eine Hülle über die 45 Meter hohen Reaktorgebäude zu bauen und zu versiegeln.

Bei dem Erdbeben und Tsunami von vor über drei Wochen starben nach neuesten Angaben 12'157 Menschen, 15'496 weitere werden vermisst.

(CNN/sda)

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