Arktis-Herbst inzwischen fünf Grad wärmer
publiziert: Freitag, 17. Okt 2008 / 19:40 Uhr

Seattle - Der Klimawandel in der Arktis wird immer dramatischer: Die Herbst-Temperaturen lägen mittlerweile um fünf Grad über dem Normalwert, teilte die US-Klimabehörde NOAA in ihrem jährlichen Arktis-Bericht mit.

Der Verlust des Eises führt zur Erwärmung des Ozeanwassers.
Der Verlust des Eises führt zur Erwärmung des Ozeanwassers.
11 Meldungen im Zusammenhang
SHOPPINGShopping
ArktisArktis
Das Jahr 2007 sei das wärmste in der Arktis seit Beginn der Aufzeichnungen. Der seit Mitte der 1960er Jahre messbare Anstieg der Durchschnittstemperaturen um den Nordpol herum setze sich damit fort. Die Eisfläche werde kleiner.

Es gebe einen Dominoeffekt: Der Verlust des Eises führe zu grösserer Sonneneinstrahlung und damit Erwärmung des Ozeanwassers. Die wärmere Luft und das wärmere Wasser wiederum beeinträchtigten Tiere und Pflanzen. Zudem werde der Teil des winterliches See-Eises kleiner, der bis in den Sommer hält. Das System verstärke sich selbst.

«Es ist ein empfindliches System und zeigt oft relativ schnell und dramatisch Änderungen an», sagte NOAA-Ozeanforscher James Overland. Die arktischen Sommer von 2005 bis 2007 endeten alle mit grossen Flächen offenen Wassers.

Rückzug der Grönlandgletscher

Zugleich ziehen sich die Grönlandgletscher zurück. Das Eis sei um 100 Kubikkilometer geschrumpft und habe daher mit den grössten Anteil am Meeresspiegelanstieg. Der Meeresspiegel erhöht sich in der Arktisregion um etwa 1,9 Millimeter pro Jahr.

Die NOAA verweist auch auf Auswirkungen auf die Tierwelt: Die Zahl der Rentiere und Walrosse könnte künftig schwinden. Die Eisbären hätten schon jetzt immer weniger Eisflächen, von denen aus sie jagen können. Den Räubern bleibt somit auch weniger Zeit, um die unter dem Eispanzer schwimmenden Robben zu jagen - die Tiere verhungern.

Viele Gänsearten hätten dagegen ihr Verbreitungsgebiet in der Arktis ausgedehnt, da sie dort immer mehr Futter fänden. Zu beachten sei, dass auch veränderte landwirtschaftliche Praktiken und eine verringerte Jagd grossen Einfluss auf die Entwicklung hatten. Bei den Fischen gebe es noch enorme Wissenslücken, räumten die Wissenschafter ein.

(ht/sda)

Machen Sie auch mit! Diese wetter.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Los Angeles - Auf einem Küstenstrich ... mehr lesen
Die Walrosse weichen auf das Festland aus. (Symbolbild)
Der französische Forscher Jean-Louis Étienne bricht zu Ballon-Flug über den Nordpol auf.(Symbolbild)
Oslo - Der französische Forscher ... mehr lesen
Chicago - Die Erde erwärmt sich ... mehr lesen 2
Die aktuellsten Daten zeigen eine neue, besorgniserregende Dimension.
Das Eis in der Arktis war in diesem Jahr so dünn wie nie zuvor.
Genf - Das Eis in der Arktis war in diesem Jahr so dünn wie nie zuvor. Das teilte die Weltwetterorganisation der Vereinten Nationen (WMO) in Genf mit. Auch bezogen auf das ... mehr lesen
Bern - Wieder ein zu warmes Jahr: Die Temperatur im ablaufenden Jahr lag erneut rund ein Grad über dem Durchschnitt. ... mehr lesen 5
Die Tiefst- und Höchstwerte lagen 2008 weit entfernt von den Rekordwerten. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Kanada unterstützt gefährdete Inselstaaten.
Green Investment Québéc - Die französischsprachige ... mehr lesen
Berlin - Der Klimawandel kommt ... mehr lesen
Schmilzt das arktische sommerliche Packeis bis 2040 völlig ab?
Die Organismen können höchstens in höhere Regionen abwandern.
Washington - Der Klimawandel wird ... mehr lesen
Die Hälfte der Schweizer Gletschermasse dürfte bis 2050 verschwinden.
Bern - Die Klimaerwärmung ist im ... mehr lesen
New York - Das arktische Eis, eine ... mehr lesen
Die Abnahme könne sich im September weiter fortsetzen, so die Wissenschaftler.
wachsam bleiben tut Not,
aber ich erinnere in diesem Zusammenhang an das Gezeter vor rund 20 Jahren wegen des Waldsterbens.
Damals wurden autofreie Sonntage nebst vielen anderen Massnahmen ergriffen, um dem Waldsterben Einhalt zu gebieten. Gebracht hat es nichts (ausser Stimmen für gewisse Kreise).
Auch damals litten Fauna und Flora - die Menschheit war nicht wirklich davon betroffen. Und heute spricht niemand mehr darüber.

Genauso sieht es doch jetzt mit der Klimaerwärmung aus. Spezialisten und Möchtegerne machen wieder mal auf Weltuntergangsstimmung.
Unbestritten ist die Erwärmung, aber die Ursachen sind genausowenig klar bestimmbar, wie sie es damals beim Waldsterben auch nicht waren.
Natürlich ist es tragisch, dass viele Spezies betroffen und auch gefährdet sind.
Aber als ganze Arten durch vermögende Hobbyjäger ausgerottet wurden, kam auch niemand auf die Idee, drastische Massnahmen zu ergreifen - erst Jahrzehnte später.

Die Natur wird ein weiteres Mal leiden, die Menschheit aber wird sich irgendwann daran gewöhnen - und in einigen Jahren wird auch dieses Thema nicht mehr aktuell sein, da der Profit vor allem Anderen steht.
Vor mehr als 20 Jahren warnten erste Wissenschaftler davor, dass bis ca. 2030 u.a. die Malediven grösstenteils wegen Anstiegs der Weltmeerspiegel verschwunden sein könnten. Unternommen wurde bisher aber nicht wirklich viel.

Ausserdem spricht im Zusammenhang mit Klimawandel niemand von Naturkatastrophen - ich denke hier besonders an Vulkanausbrüche. Da hatten wir den Pinatubo, den Mount St. Helens, demnächst vielleicht auch den Vesuv.
Immerhin wurden und werden da jeweils Millionen von Tonnen Asche bis in die Stratosphäre geschickt, die bestimmt nicht ohne Auswirkungen auf das Klima sind.
Dann sind da auch noch die in den letzten Jahren zunehmend verheerenden Wald- und Flächenbrände, vor allem in den USA und in Australien. Die sind aber jeweils nur kurzzeitig ein Thema, obwohl auch sie gewiss nicht wirkungslos für den Klimawandel sind.
Als die Irakis nach dem Einmarsch in Kuweit auf ihrem Rückzug hunderte von Kuweitischen Oelbohrstellen angezündet hatten, hinterliessen diese monatelangen Brände sicher auch Spuren. Darüber lese und höre ich auch nichts mehr!

Und, solange die USA ihre Hunderte von Milliarden lieber in Kriege und marode Geldinstitute investieren, wird sich weltweit eh nichts an der zunehmenden Erwärmung ändern ...

Es ist wie mit der derzeitgen Finanzkrise, von der die ganze Welt betroffen ist: Viel Lärm, und in einigen Jahren erinnern wir uns noch vage daran ...

Arktis

Produkte passend zum Thema
DVD - Tiere
BÄREN - EINZIGARTIGE FILMAUFNAHMEN DIESER WILD.. - DVD - Tiere
Genre/Thema: Tiere; Säugetiere; Dokumentarfilm; Lebensräume - Bären - ...
17.-
DVD - Reise
IM TIEFFLUG ZUM NORDPOL - THOMAS JUNKER - DVD - Reise
Regisseur: Thomas Junker - Genre/Thema: Reise; TV-Serie; Aktiv- & Erle ...
24.-
BLU-RAY - Erde & Universum
UNSERE ERDE - BLU-RAY - Erde & Universum
Regisseur: Alastair Fothergill, Mark Linfield - Genre/Thema: Erde & Un ...
26.-
DVD - Tiere
KÖNIGREICH ARKTIS - DVD - Tiere
Regisseur: Adam Ravetch, Sarah Robertson - Genre/Thema: Tiere; Lebensr ...
20.-
Nach weiteren Produkten zu "Arktis" suchen
Kräftiger Stau: 2018 verfügten Schweizer Autos durchschnittlich über 179 PS - Rekord.
Kräftiger Stau: 2018 verfügten Schweizer Autos durchschnittlich über 179 PS - ...
Dübendorf, St. Gallen und Thun - Wieviel verbraucht die Fahrzeugflotte eines Landes im Durchschnitt? Wie ändert sich das von Jahr zu Jahr? Mit der zunehmenden Zahl an Elektrofahrzeugen und immer mehr «Crossover»-Modellen, die kaum noch einem Fahrzeugsegment zugeordnet werden können, wird die Analyse immer schwieriger. mehr lesen 
Studie zeigt fehlende Daten bei Scope-3-Treibhausgasen  Unternehmen der Digitaltechnologie-Branche geben die Treibhausgas-Emissionen, die entlang der Wertschöpfungskette ihrer Produkte entstehen, deutlich zu niedrig an. 56 grosse ... mehr lesen
Die Techbranche verschleiert ihren CO2-Fussabdruck so gut es geht.
Die Bahn ist die nachhaltige Alternative zum Flug.
Menschen, die viel unterwegs sind, haben verschiedene Möglichkeiten: Auto, Bahn und Flugzeug zählen zu den beliebtesten Fortbewegungsmitteln. Allerdings haben diese Transportmöglichkeiten ihren Preis - ... mehr lesen  
Publinews Steigendes Umweltbewusstsein und eine strengere Gesetzgebung befördern die Nachfrage nach kreativen Ideen zum Recycling von ... mehr lesen  
Die Umwelt wird weniger verschmutzt.
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 690 69 00
Skype chris_vadian_net
 
News
         
Georgia O'Keeffe, Orientalische Mohnblumen (Oriental Poppies), 1927 Öl auf Leinwand. (Ausschnitt)
Publinews Retrospektive mit vielen Leihgaben aus den USA  Die Fondation Beyeler widmet die erste Ausstellung in ihrem Jubiläumsjahr Georgia O'Keeffe (1887-1986), einer der bedeutendsten Malerinnen und ... mehr lesen
Publinews Ab in die römische Antike!  Der grösste Silberschatz der Antike, das imposante Theater, das romantische Römerhaus, spannende Mitmach-Aktionen, tolle Picknickplätze ... mehr lesen
Ohne Zwischenstopp erreichbare Fernziele.
Publinews Trotz bestehender Corona-Pandemie packt viele Menschen die Reiselust. In zahlreichen Sehnsuchtszielen ist Reisen wieder möglich. Allerdings müssen sich ... mehr lesen
Schlösser und Burgen.
Publinews Die Schweiz steht für Vielfalt - egal ob es um die Landessprache oder die Natur geht. Gerade die Region rund um die Alpen ist ein beliebtes Reiseziel für ... mehr lesen
Hotelier Alexander Hübner.
Publinews Wie wird die Hotelbranche der Zukunft aussehen und welche Art von Hotels werden angesichts der aktuellen und bevorstehenden ... mehr lesen
Ungestört mit dem Privatjet.
Publinews Nach Cannes, Nizza, Paris, Amsterdam, Düsseldorf oder London jetten? Von einem zentral in Europa gelegenen Flughafen wie dem von St. Gallen und Altenrhein in der Schweiz ... mehr lesen
Im Sommer wie im Winter ein ausgezeichnetes Urlaubsland.
Publinews Die frische Luft der Schweizer Alpen und der süsse Geschmack zart schmelzender Schweizer Schokolade sind nur zwei Gründe für einen Besuch in der wunderschönen ... mehr lesen
Die Urlaubszeit ist da!
Publinews Diese Destinationen sollten Sie in diesem Jahr nicht verpassen  Endlich ist es wieder soweit! Die Urlaubszeit ist da. Für diejenigen Schweizer, die ihren wohlverdienten Jahresurlaub nicht in ihrem schönen ... mehr lesen
Michael Walliser fährt leidenschaftlich gerne Motorrad.
Publinews Motorrad Kredit: Unbeschwerte Finanzierung  Michael Walliser (27) ist ein Mann, der Pläne umsetzt und seine Träume verwirklicht. Mit einem seriösen Privatkredit kann er seinen ... mehr lesen
Die Besucher strömen zur SOM.
Publinews Ein Expo-Festival der besonderen Art  «Als wir vor zehn Jahren mit der SOM begonnen haben, war das noch eine Idee, ein kleines Pflänzchen. Nach zehn Jahren ist sie DER ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF