Gümligen: Grosi rettet Enkel vor Brand - und stirbt

publiziert: Dienstag, 16. Feb 2010 / 12:52 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 16. Feb 2010 / 13:45 Uhr

Gümligen BE - Bei einem Brand in einem Wohnhaus im bernischen Gümligen ist das ältere Besitzer-Ehepaar ums Leben gekommen. Ihren zweijährigen Enkel konnte die Frau zuvor noch retten und einem Nachbarn übergeben.

Die Feuerwehr musste von allen Seiten löschen.
Die Feuerwehr musste von allen Seiten löschen.
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Dramatische Szenen heute Morgen in Gümligen: Aus noch ungeklärten Gründen bricht in einem Einfamilienhaus am Dammweg ein Brand aus. Das Feuer erfasst das Haus sekundenschnell. Augenzeugen berichten von Flammen, die aus den Fenstern schiessen und riesigen Rauchschwaden, die aufsteigen. Im Haus befindet sich zu diesem Zeitpunkt ein älteres Ehepaar mit ihrem 2-jährigen Enkel.

Während die Flammen sich weiter durch das Haus fressen, gelingt es der 75-jährigen Frau ihren Enkel zum Fenster zu tragen, wie die Polizei mitteilt. Dort kann sie das Kleinkind einem Nachbarn übergeben. Es ist die Rettung für den 2-Jährigen. Seine Grossmutter schafft es nicht mehr aus der Feuerhölle. Die Feuerwehr trifft später im Innern der Wohnung die Leiche der Frau an. Ihr 76-jähriger Mann kann durch ein Fenster ins Freie gebracht werden. Doch die Rettung kommt zu spät: Die Reanimation der Einsatzkräfte bleibt ohne Erfolg. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.

Das Kleinkind blieb unverletzt, es wurde gemäss der Kapo Bern zur Kontrolle ins Spital gebracht. Eine weitere Hausbewohnerin konnte das brennende Haus selbständig verlassen, es soll sich um eine 95-jährige Verwandte handeln, wie Nachbarn berichten.

Dramatischer Grosseinsatz

Die Einfamilienhaus-Siedlung am Dammweg wurde am Dienstagmorgen unsanft in den Tag geschickt: Sirenengeheul und beissendem Rauchgeruch schreckte die Anwohner auf. «Ich war gerade auf dem Weg zur Arbeit, als ich das Haus lichterloh brennen sah», erzählt Leser-Reporterin Claudia Buta gegenüber 20 Minuten Online. Aus dem ganzen Haus seien Flammen geschossen und riesige Rauchschwaden aufgestiegen. «So etwas habe ich noch nie gesehen», so Leser-Reporterin Buta.

(fkl/sda)

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