Hilfsschiff nimmt Kurs auf Salomonen-Inseln

publiziert: Freitag, 3. Jan 2003 / 07:23 Uhr

Sydney - Ein Schiff mit Medizinern und Hilfsgütern ist unterwegs zu den Salomonen-Inseln, die letzten Samstag von einem verheerenden Sturm heimgesucht wurden.

Das Schicksal der ca. 3 000 Bewohnern der Insel ist ungeklärt.
Das Schicksal der ca. 3 000 Bewohnern der Insel ist ungeklärt.
Der Zyklon Zoe war mit mehr als 300 Stundenkilometern über die Inseln Tikopia und Anuta hinweggefegt und liess lange nicht zu, dass Schiffe die Insel anliefen. Nun endlich konnte die erste Rettungsaktion gestartet werden. Das Patrouillenboot verliess in der Nacht zum Freitag Honiara, die Hauptstadt der Salomonen. Ein Vertreter der australischen Regierung sagte, das Schiff werde das Katastrophengebiet möglicherweise am Samstag erreichen.

Seit dem Zyklon sind die Verbindungen zu den beiden Inseln, auf denen etwa 4000 Menschen lebten, unterbrochen. Das nationale Katastrophenschutzzentrum teilte inzwischen mit, auf Tikopia seien zwei Dörfer vollständig unter Sand begraben.

Luftbildern zufolge seien die Ortschaften Ravenga und Namo buchstäblich hinweggespült worden, sagte ein Sprecher. Nach Medienberichten leben in den beiden Dörfern normalerweise insgesamt bis zu 700 Menschen.

Die Dörfer waren auf einem schmalen Landstreifen zwischen dem Meer und einer Lagune errichtet worden. Nach Angaben eines Regierungsvertreters überrollten am vergangenen Samstag bis zu elf Meter hohe Wellen die Inselgruppe.

(bsk/sda)

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