Rekordtemperaturen
Höhere Meeresspiegel machen Taifune gefährlicher
publiziert: Mittwoch, 13. Nov 2013 / 13:44 Uhr
Höhere Meeresspiegel machen die Küstenbewohner anfälliger für Flutwellen.(Symbolbild)
Höhere Meeresspiegel machen die Küstenbewohner anfälliger für Flutwellen.(Symbolbild)

Genf/Warschau - Der Anstieg des Meeresspiegels wegen der Klimaerwärmung macht Taifune zu einer grösseren Gefahr für Küstenbewohner. Das erklärt die UNO-Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in einem Bericht, der am Mittwoch an der UNO-Klimakonferenz in Warschau vorgestellt wurde.

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Die WMO mit Sitz in Genf geht davon aus, dass 2013 zu den zehn heissesten Jahren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1850 gehört.

Zwischen Januar und September habe die Temperatur weltweit um 0,48 Grad über dem Langzeitdurchschnitt zwischen den 1960er und den 1990er Jahren gelegen. In Australien, Japan, China und Südkorea seien im Sommer Rekordtemperaturen gemessen worden.

"Auch wenn man einzelne Zyklone nicht unmittelbar auf den Klimawandel zurückführen kann, machen höhere Meeresspiegel die Küstenbewohner anfälliger für Flutwellen", sagte WMO-Generalsekretär Michel Jarraud.

"Tragische Konsequenzen wie auf Philippinen"

"Die tragischen Konsequenzen dessen haben wir auf den Philippinen gesehen." Der Klimawandel wirke sich nicht nur auf die Temperaturen aus, sondern verursache auch Dürren, Fluten und extreme Regenfälle.

Laut dem ersten Teil des jüngsten Weltklimaberichts, den der Weltklimarat IPCC im September vorgestellt hat, erreichten die Meeresspiegel im März 2013 einen Rekordstand. Seit den 1990er Jahren seien sie im Durchschnitt um 3,2 Millimeter pro Jahr gestiegen und damit doppelt so schnell wie im Durchschnitt der Jahre 1901 bis 2010.

"Wärmere Zukunft steht bevor"

Nach WMO-Angaben stieg der Anteil klimaschädlicher Gase um 41 Prozent seit Beginn der Industriellen Revolution 1750. "Wir erwarten, dass sie 2013 erneut ein beispielloses Niveau erreichen. Dies bedeutet, dass uns eine wärmere Zukunft bevorsteht", erklärte Jarraud.

Trotz den überdurchschnittlichen Temperaturen in zahlreichen Regionen erholte sich das Meereseis in der Arktis leicht von der dramatischen und beispiellosen Schmelze vergangenes Jahr. In der Antarktis wuchs das Meereseis sogar auf eine Fläche von 19,47 Millionen Quadratkilometern.

Eine Ausdehnung der Eisfläche in der Antarktis ist jedoch kein Grund zur Beruhigung. Jarraud warnte, dass der Meeresspiegel aufgrund des Schmelzens der Gletscher und der Eiskappen weiter steigen werde.

90 Prozent der Erderwärmung, die durch den Ausstoss von Kohlendioxid und anderer klimaschädlicher Gase verursacht wird, würden durch die Ozeane aufgenommen, die sich daher noch über Jahrhunderte weiter erwärmen und ausdehnen würden, sagte der WMO-Chef.

(ig/sda)

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