Bis zu sieben Todesopfer
Monstersturm hinterlässt in Indien Spur der Zerstörung
publiziert: Sonntag, 13. Okt 2013 / 09:36 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Okt 2013 / 14:45 Uhr

Bhubaneswar/Srikakulam - Der gewaltige Wirbelsturm «Phailin» hat an der Ostküste Indiens eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Bis zu sieben Menschen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben. Auf den Philippinen starben durch Taifun «Nairi» mindestens 13 Menschen.

5 Meldungen im Zusammenhang
Fast eine Million Bewohner der am stärksten bedrohten indischen Bundesstaaten Odisha und Andhra Pradesh, wo der Zyklon am Samstagabend auf Land traf, wurden in Sicherheit gebracht. Die Behörden hatten zuvor die höchste Alarmstufe ausgerufen. Ursprünglich war sogar von Windgeschwindigkeiten von bis zu 315 Kilometern pro Stunde und drei Meter hohen Flutwellen ausgegangen worden.

Bereits vor Tagen hatten die Einwohner mit Hamsterkäufen begonnen, vielerorts waren die Geschäfte schon leer, bevor sie wegen des gefürchteten Zyklons schlossen. Fischer versuchten fieberhaft, ihre Boote zu sichern, auf dem Meer gingen grössere Schiffe vor Anker.

Küstenregion evakuiert

Eine ganze Küstenregion wurde wegen des Zyklons evakuiert, etwa eine Million Menschen wurden in Sicherheit gebracht. In voll bepackten Rikschas und Bussen flohen Menschen ins Landesinnere.

Obwohl die Behörden versuchten, möglichst alle Einwohner aus der erwarteten Sturmschneise zu bringen, blieben Todesopfer nicht aus: Odishas Behörden meldeten bis zum Sonntagmorgen drei Tote, ein örtlicher Parlamentsabgeordneter sprach von mindestens sieben und wies daraufhin, dass vor allem aus ländlichen Regionen noch weitere Opfer gemeldet werden dürften.

18 Fischer, die zunächst als vermisst galten, fanden ihren Weg zurück in den Hafen.

Weniger schlimm als 1999

Viele Menschen in Indien hatten im Vorfeld ähnlich hohe Opferzahlen wie vor 14 Jahren befürchtet - damals waren bei einem sogenannten Super-Zyklon in der selben Region etwa 15'000 Menschen ums Leben gekommen. «Diesmal hatten wir die Situation besser im Griff», sagte der Parlamentsabgeordnete Jay Panda dem indischen Nachrichtensender CNN-IBN.

Doch auch diesmal reichten die mächtigen Böen aus, um Glasscherben und Baumaterialien mitzureissen und sie in «Killerprojektile» zu verwandeln, wie die indische Nachrichtenagentur PTI berichtete.

Später zog der Sturm dann ins Landesinnere weiter, wo sich Meteorologen zufolge die Windgeschwindigkeiten auf 130 bis 140 Stundenkilometer abschwächten. Allerdings wurde zunächst weiterhin vor Gefahren insbesondere durch Überflutungen gewarnt. An der Ostküste wurden derweil schon blockierte Strassen wieder freigeräumt, Verletzte behandelt und Essensrationen verteilt.

Auch Ärzte und Medikamente wurden nach Medienberichten in die betroffene Region entsandt. Die Armeehelikopter konnten wegen der anhaltend starken Winde aber zunächst noch nicht starten.

Taifun «Nairi» fegt über Philippinen

Mit Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde fegte unterdessen der Taifun «Nairi» über den Norden der Philippinen hinweg. Die Zahl der Toten stieg bis zum Sonntag auf mindestens 13. Der Wirbelsturm war in der Nacht zuvor an der Ostküste der Hauptinsel Luzon auf Land getroffen.

Auf seinem Weg über die Insel deckte er tausende Häuser ab und knickte unzählige Bäume sowie Strommasten um. In mehr als 30 Städten kam es zu Überschwemmungen und Stromausfällen, wie die Katastrophenbehörde mitteilte. Manche Regionen standen zwei Meter tief unter Wasser, wie das philippinische Rote Kreuz berichtete. 16'500 Häuser wurden beschädigt.

«Nairis» Vorläufer hatten schon seit Tagen für starke Niederschläge gesorgt. Entgegen den Warnungen von Wetterexperten wurde die Hauptstadt Manila aber nicht überflutet. Dafür droht von einer anderen Seite neue Gefahr: Für den Osten der Philippinen gaben die Behörden eine Unwetterwarnung heraus. Dort soll am Montag der Tropensturm «Wipha» in die Küstenregion vorrücken.

(bg/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wetter.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Etwa 25'000 Menschen sind im Süden Indiens vor dem Zyklon «Helen» in ... mehr lesen
«Phailin» war der erste Zyklon in diesem Jahr, der Indien traf.
Die meisten Opfer kamen laut Behörden durch Ertrinken oder beim Einsturz von Häusern ums Leben. (Symbolbild)
Neu Delhi - Bei den seit Tagen anhaltenden Unwettern im Osten Indiens sind Medienberichten zufolge mindestens 59 Menschen ums Leben gekommen. Besonders betroffen waren die Bundesstaaten ... mehr lesen
Gopalpu - Riesen-Zyklon «Phailin» hat mit heftigen Regenfällen im Osten ... mehr lesen
Nach dem Durchzug des Monstersturms «Phailin» sind im Osten Indiens 600'000 Menschen obdachlos.
Neu Delhi/Manila - Der seit 14 Jahren ... mehr lesen
Ichapuram - Die Bevölkerung an der ... mehr lesen
Muslime und Hindus beten, dass der Super-Zyklon nicht so verheerende Folgen haben wird wie vor 14 Jahren. (Archivbild)
Rot markierte Häuser sind zerstört, grüne intakt.
Rot markierte Häuser sind zerstört, grüne intakt.
Steht unser Haus noch? Diese Frage stellen sich Menschen auf der ganzen Welt, die Opfer von Waldbränden wurden. Dies festzustellen war nicht einfach, doch nun können - sobald sich der Rauch für Luftaufnahmen verzogen hat, Gebäudeschäden innerhalb Minuten erkannt werden. mehr lesen 
Während im Süden aufgeräumt wird trifft es die nächste Region  Schwäbisch Gmünd - Gewitter mit Starkregen haben in Deutschland nach den verheerenden Unwettern im Süden nun auch Nordrhein-Westfalen getroffen. Laub und Schlamm verstopften Kanalrohre, das Wasser lief über die Strassen und flutete Keller. Verletzt wurde ersten Angaben zufolge niemand. mehr lesen  
Schlamm und Schutt  Schwäbisch-Gmünd - Bei schweren Unwettern und Überschwemmungen sind in Süddeutschland vier Menschen ums Leben gekommen. In Schwäbisch Gmünd wurden am Montag zwei Männer tot geborgen, sie ... mehr lesen
Region westlich von Houston besonders betroffen  Washington - Bei schweren Unwettern im US-Bundesstaat Texas sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Besonders betroffen war die Region westlich der Millionenstadt Houston, wie ... mehr lesen  
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 690 69 00
Skype chris_vadian_net
 
News
         
Georgia O'Keeffe, Orientalische Mohnblumen (Oriental Poppies), 1927 Öl auf Leinwand. (Ausschnitt)
Publinews Retrospektive mit vielen Leihgaben aus den USA  Die Fondation Beyeler widmet die erste Ausstellung in ihrem Jubiläumsjahr Georgia O'Keeffe (1887-1986), einer der bedeutendsten Malerinnen und ... mehr lesen
Publinews Ab in die römische Antike!  Der grösste Silberschatz der Antike, das imposante Theater, das romantische Römerhaus, spannende Mitmach-Aktionen, tolle Picknickplätze ... mehr lesen
Ohne Zwischenstopp erreichbare Fernziele.
Publinews Trotz bestehender Corona-Pandemie packt viele Menschen die Reiselust. In zahlreichen Sehnsuchtszielen ist Reisen wieder möglich. Allerdings müssen sich ... mehr lesen
Schlösser und Burgen.
Publinews Die Schweiz steht für Vielfalt - egal ob es um die Landessprache oder die Natur geht. Gerade die Region rund um die Alpen ist ein beliebtes Reiseziel für ... mehr lesen
Hotelier Alexander Hübner.
Publinews Wie wird die Hotelbranche der Zukunft aussehen und welche Art von Hotels werden angesichts der aktuellen und bevorstehenden ... mehr lesen
Ungestört mit dem Privatjet.
Publinews Nach Cannes, Nizza, Paris, Amsterdam, Düsseldorf oder London jetten? Von einem zentral in Europa gelegenen Flughafen wie dem von St. Gallen und Altenrhein in der Schweiz ... mehr lesen
Im Sommer wie im Winter ein ausgezeichnetes Urlaubsland.
Publinews Die frische Luft der Schweizer Alpen und der süsse Geschmack zart schmelzender Schweizer Schokolade sind nur zwei Gründe für einen Besuch in der wunderschönen ... mehr lesen
Die Urlaubszeit ist da!
Publinews Diese Destinationen sollten Sie in diesem Jahr nicht verpassen  Endlich ist es wieder soweit! Die Urlaubszeit ist da. Für diejenigen Schweizer, die ihren wohlverdienten Jahresurlaub nicht in ihrem schönen ... mehr lesen
Michael Walliser fährt leidenschaftlich gerne Motorrad.
Publinews Motorrad Kredit: Unbeschwerte Finanzierung  Michael Walliser (27) ist ein Mann, der Pläne umsetzt und seine Träume verwirklicht. Mit einem seriösen Privatkredit kann er seinen ... mehr lesen
Die Besucher strömen zur SOM.
Publinews Ein Expo-Festival der besonderen Art  «Als wir vor zehn Jahren mit der SOM begonnen haben, war das noch eine Idee, ein kleines Pflänzchen. Nach zehn Jahren ist sie DER ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF