Offenbar keine Toten auf Tikopia nach Wirbelstürmen im Pazifik

publiziert: Freitag, 3. Jan 2003 / 22:01 Uhr

HONIARA - Auf der Pazifik-Insel Tikopia haben sich ersten Berichten zufolge die rund 1000 Bewohner durch Flucht in die Berge vor den schweren Wirbelstürmen retten können.

Das wissen die Kinder auf Tikopia: Bei Wirbelstürmen schnell in die Höhlen.
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Es war befürchtet worden, dass Hunderte auf der abgelegenen Insel zu Tode gekommen sein könnten. Die Situation auf den anderen Inseln der Salomonen ist allerdings weiter unklar.

Die Bewohner hätten berichtet, sie hätten früh genug Sturmwarnungen erhalten und sich in Berghöhlen in Sicherheit gebracht, die seit Jahrhunderten zum Schutz vor Tropenstürmen genutzt würden. Dies berichtete der Fotograf Geoff Mackley, der für die Zeitung The Weekend Australian, nach Tikopia geflogen war.

Die Stürme hätten jedoch ihre Häuser und Felder zerstört. Sie schätzten, dass sie mindestens drei Jahre lang nicht genügend Lebensmittel ernten könnten, um sich zu ernähren. Zudem seien die Wasservorräte der Insel vom Salzwasser verseucht und die Bewohner seien gezwungen, ihren Wasserbedarf aus Kokosnusssaft zu decken, sagte der Fotograf weiter. Tikopia ist die grösste der von den Stürmen betroffenen Inseln.

Der Wirbelsturm Zoe war mit mehr als 300 Stundenkilometern über Teile des Pazifikstaates der Salomonen hinweggefegt. Nach offiziellen Angaben schwappten dabei bis zu elf Meter hohe Wellen auf die Inseln.

Eine Woche nach dem Wirbelsturm läuft nun auch die Hilfe für die Salomonen-Inseln an. Das Patrouillenbott Auki verliess die salomonische Hauptstadt Honiara in Richtung der beiden von einem Zyklon weitgehend zerstörten Salomoneninseln. An Bord des Schiffes befinden sich Ärzte und Hilfsgüter.

Da es auf den kleinen Inseln keine Landebahnen für Flugzeuge gibt, haben verschiedene Hilfsorganisationen den Abwurf von Hilfsgütern aus der Luft gefordert.

Die Verzögerung der Hilfe für die arme Region hat derweil zu Streit in der australischen Politik geführt. Die Opposition forderte eine verbesserte Zusammenarbeit und Reform des regionalen Länderzusammenschlusses South Pacific Forum.

(fest/sda)

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