Luftmessungen ergeben keine erhöhten Werte

Radioaktive Wolke: Werte in der Schweiz normal

publiziert: Mittwoch, 23. Mrz 2011 / 12:39 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 23. Mrz 2011 / 23:36 Uhr
(Noch) keine Gefahr von oben.
(Noch) keine Gefahr von oben.

Bern - Die aus Japan nach Westen strömende radioaktive Wolke hat in der Schweiz bis gegen Mittwochmittag zu keinen erhöhten Werten an Radioaktivität geführt. Dies sagte Daniel Dauwalder, Sprecher des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), auf Anfrage.

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Das BAG betreibt für Messungen am Boden neben 100 herkömmlichen Messgeräten fünf hochempfindliche Geräte in den Kantonen Aargau, Freiburg, Genf, Tessin und Thurgau, die kleinste Spuren erfassen. Bisher habe keines dieser fünf Geräte erhöhte Werte angezeigt, sagte der BAG-Sprecher.

Die Resultate des am Mittwoch durch die Luftwaffe durchgeführten Messflugs würden am Freitagvormittag vorliegen, sagte Dauwalder weiter. Die Luftwaffe werde je einen Messflug auch am Donnerstag und am Freitag durchführen.

Wetterlage für Schweiz günstig

Die momentane Wetterlage in der Schweiz mit wenig Wind und keinem Regen ist angesichts der aus Japan über den Globus ziehenden radioaktiven Wolke günstig. Die Wolke dürfte demnach eher über den Norden Europas ziehen und die Schweiz verschonen.

Dies sagte Pierre Eckert von MeteoSchweiz am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die aus dem AKW in Fukushima ausgeströmten radioaktiven Partikel seien in Richtung Pazifischer Ozean davongezogen, und «je weiter sie ziehen, desto mehr lösen sie sich auf».

Auf jeden Fall führe die aktuell herrschende Hochdruckzone dazu, dass die Winde - und damit die in Europa zu erwartenden radioaktiven Emissionen von Fukushima - eher über den Norden Europas zögen. Zudem sei bis Ende Woche kein Regen zu erwarten, der die Atmosphäre auswaschen und die radioaktiven Partikel auf den Boden bringen könnte.

«Es besteht also zur Stunde kein Anlass zu wirklicher Sorge», sagte der Meteorologe.

Noch keine Gefahr

Die Situation könnte kritischer werden, wenn das AKW in Fukushima noch lange Zeit radioaktive Substanzen ausstossen würde, denn diese sammelten sich in der Atmosphäre. Pierre Eckert wartet auch auf Informationen zu allfällig erhöhter Radioaktivität in Nordamerika, wo die Wolke aus Japan vor Europa eingetroffen ist.

(bert/sda)

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