Rettungskräfte am Vulkan Merapi graben nach Verschütteten

publiziert: Donnerstag, 15. Jun 2006 / 23:02 Uhr

Merapi - Beim erneuten Ausbruch des indonesischen Vulkans Merapi sind zwei in einen Bunker geflüchtete Personen verschüttet worden. Bergungsversuche blieben erfolglos.

Der Vulkan Merapi auf der Insel Java in Indonesien.
Der Vulkan Merapi auf der Insel Java in Indonesien.
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Anwohner, Polizisten und Soldaten versuchten mit Bagger und Schaufeln, die zwei Verschütteten freizugraben. Die beiden waren am Mittwoch vor einer glühend heissen Gaswolke des Vulkans in den Bunker im Dorf Kaliadem geflohen, wie ein örtlicher Behördensprecher sagte.

Die Retter hätten schon einen Meter tief gegraben, der Bunker sei jedoch tief unter Vulkangestein und Sand verschüttet. Es sei ungewiss, ob die beiden Menschen im Bunker noch am Leben seien. In dem Bunker gebe es zwar Sauerstoff, der Strom sei aber wegen der Glutwolken abgeschaltet.

Erneut Glutwolken und Asche

Am Mittwoch hatten sich rund 15 000 Anwohner des Vulkans, die in Notunterkünften untergebracht waren, wieder auf den Weg in ihre Heimatdörfer an den Hängen des Merapi gemacht.

Plötzlich aber stiess der Vulkan wieder bis zu 500 Grad Celcius heisse Glutwolken aus und spuckte Asche. Daraufhin riefen die Behörden erneut die höchste Alarmstufe aus. Die Leute wurden zum Verlassen der Gefahrenzone augefordert.

Fachleute schliessen nicht aus, dass es einen Zusammenhang zwischen den Aktivitäten des Vulkans und dem Erdbeben vom 27. Mai gibt, bei dem rund 5800 Menschen ums Leben gekommen waren. Der Merapi liegt nur rund 50 Kilometer vom Katastrophengebiet entfernt. Bei folgenschwersten Ausbruch des Merapi 1930 starben mehr als 1300 Menschen.

(bert/sda)

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