Russland folgt EU: 25 Prozent weniger Treibhausgase
publiziert: Mittwoch, 18. Nov 2009 / 19:23 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Nov 2009 / 19:50 Uhr

Stockholm - Russland hat kurz vor dem Klimagipfel in Kopenhagen das Klimaziel der EU übernommen und will seine CO2-Emissionen um bis zu 25 Prozent gegenüber 1990 vermindern. Das kündigte Russlands Präsident Dmitri Medwedew bei einem Gipfeltreffen mit den EU-Spitzen an.

Unter Klimaexperten ist umstritten, welche Bedeutung die Ankündigung der russischen Führung praktisch hat.
Unter Klimaexperten ist umstritten, welche Bedeutung die Ankündigung der russischen Führung praktisch hat.
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Das neue Moskauer Ziel für den Klimagipfel im Dezember nannte Medwedew nach Angaben von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bei den Verhandlungen in Stockholm im kleinen Kreis. Vor Journalisten wiederholte Medwedew die Prozentzahl nicht mehr, sagte aber: «Beim Klima hat Russland fast immer zum europäischen Mainstream gehört».

Auch bei anderen umstrittenen Themen wie Handel und Energiesicherheit verbreiteten Medwedew und der schwedische Regierungschef sowie EU-Ratspräsident Fredrik Reinfeldt Optimismus. «Ich bin sehr zuversichtlich für die Zukunft», sagte Medwedew.

Vorher hatte sich der Kreml lediglich auf eine Verminderung um 10 bis 15 Prozent bei den CO2-Emissionen festgelegt. Die EU-Länder wollen ihre Treibhausgase bis 2020 um 20 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 vermindern. Diese Verpflichtung soll auf 30 Prozent erweitert werden, wenn auch andere massgebliche Länder das tun.

Praktische Bedeutung ungewiss

Unter Klimaexperten ist umstritten, welche Bedeutung die Ankündigung der russischen Führung praktisch hat. Der staatliche Klimaforscher Oleg Anissimow wies in der Vorwoche noch darauf hin, dass Russlands Ausstoss an Treibhausgasen durch den Zusammenbruch der Industrie Anfang der 1990er Jahre ohnehin um 30 Prozent gesunken sei.

Zum generell optimistischen und betont freundlichen Grundton des eintägigen Treffens trug Medwedews Ankündigung bei, dass Russland «auf dem kürzesten Weg» der Welthandelsorganisation (WTO) beitreten wolle.

Die EU-Länder machen seit längerem Druck dafür, weil sie sich davon mehr juristische Sicherheit bei Investitionen in Russland und beim gegenseitigen Handelsverkehr erhoffen. Medwedew erklärte, man werde auch eine Lösung für die vom kommenden Jahr an vorgesehene Zollunion seines Landes mit Weissrussland und Kasachstan finden.

(smw/sda)

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