Schnee in Spanien und Italien

publiziert: Samstag, 9. Dez 2006 / 19:28 Uhr

Düsseldorf/Rom/Madrid - Regen, Schnee und Sturm haben in Spanien, Italien und Deutschland mindestens 11 Menschen verletzt und zahlreiche Schäden verursacht.

In Spanien gaben die Behörden Unwetteralarm.
In Spanien gaben die Behörden Unwetteralarm.
In Nordspanien konnten nach Schneefällen 30 Bergpässe nur noch mit Schneeketten befahren werden. An der Atlantikküste erreichte der Sturm Geschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern.

Meterhohe Wellen richteten Schäden an Hafen- und Strandeinrichtungen an. In der Region Navarra wurde eine 80-jährige Frau von einer umstürzenden Werbetafel verletzt.

Auf den Balearen-Inseln Mallorca und Ibiza mussten mehrere Fähren und Schiffe wegen des Sturms in den Häfen bleiben.

Bis zu einem halben Meter Neuschnee

In den italienischen Alpen fiel der erste Schnee der Saison. Im Trentino und im Aostatal meldeten die Wintersportorte in über 1000 Meter Höhe zwischen 20 Zentimeter und einem halben Meter Neuschnee.

Allerdings blieben die meisten Skipisten geschlossen: Die Organisatoren hatten sich offenbar nach der Wärmeperiode der vergangenen Wochen nicht rechtzeitig auf den Wintereinbruch vorbereitet.

Wetterkapriolen gab es an der Ligurischen Küste: Eine ungewöhnlich hohe Welle richtete im Hafen von Savona erheblichen Schaden an. «Sie war bestimmt zehn Meter hoch», sagte ein Augenzeuge. Die Welle überrollte den Deich und richtete Schäden an einem Wohnhaus sowie an mehreren Autos an, berichteten die Behörden.

Sturm in Deutschland

Orkanartige Böen waren am Freitagabend über Teile Deutschlands hinweggefegt und hatten Bäume auf Strassen und Bahngleise geschleudert und Verkehrsschilder umgerissen. Mindestens zehn Menschen wurden verletzt.

In Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Hamburg tobten die Stürme mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde.

Viele Strassen und Autobahnen sowie einige Bahnstrecken mussten gesperrt werden. In mehreren Gebieten war die Feuerwehr im Dauereinsatz.

(rr/sda)

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