Wirbelsturm
Schweizer Hilfe für Insel Cebu nach «Haiyan»
publiziert: Mittwoch, 13. Nov 2013 / 17:43 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 13. Nov 2013 / 18:53 Uhr
Sturmschäden nach dem Taifun. (Symbolbild)
Sturmschäden nach dem Taifun. (Symbolbild)

Bern - Die Schweiz konzentriert sich bei ihrer Hilfe für die Opfern des Taifuns «Haiyan» auf die philippinische Insel Cebu. Die Helfer des Schweizer Korps für humanitäre Hilfe (SKH) verteilten in der Stadt Daanbantayan bereits Lebensmittel.

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Der Taifun hat die Stadt mit mehr als 70'000 Einwohnern im Norden der Insel zu 90 Prozent zerstört, wie das SKH-Teammitglied Michael Fichter der Nachrichtenagentur sda am Telefon sagte. Die Situation sei desolat, der Sturm vor fünf Tagen habe Häuser, Schulen und Spitäler dem Erdboden gleichgemacht und die Bäume entwurzelt.

An Rande der Strassen bettelten Kinder; einige hätten Schilder dabei mit der englischsprachigen Aufschrift «Wir brauchen Hilfe, Wasser und Essen», berichtete Fichter aus den Philippinen am Mittwoch weiter. Gemäss dem UNO-Kinderhilfswerk UNICEF sind im Moment rund 4,4 Millionen Kinder von der Katastrophe betroffen.

Keine Plünderungen

«Zurzeit konzentrieren wir uns auf die Versorgung mit Wasser, das Bereitstellen von sanitären Einrichtungen und die Verteilung von Lebensmitteln und Zeltmaterial», erklärte der SKH-Experte

Gleich nach ihrer Ankunft hatte die SKH-Equipe die lokalen Behörden kontaktiert, um die Bedürfnisse abzuklären. «Anschliessend deckten wir uns in Cebu City mit Lebensmitteln wie Reis, Salz, Öl ein», erzählt Fichter. Die bei Touristen beliebte Provinzhauptstadt wurde weitgehend vom Taifun verschont.

Das Material wurde dann nach Daanbantayan transportiert und unter Aufsicht des SKH von den lokalen Behörden an die Bevölkerung verteilt. Sie könnten unbehelligt arbeiten, «Plünderungen wie in anderen Regionen habe ich nicht gesehen. Unser Konvoi ist für unsere Sicherheit aber eskortiert worden».

Eine Herausforderung für die Rettungskräfte sei die Wasserversorgung, erzählte Fichter. Generatoren oder Wasserfilter können nicht betrieben werden, weil es keinen Strom hat und auch zu wenig Treibstoff zur Verfügung steht. Die Helfer müssen sauberes Wasser für die Bevölkerung deshalb aus einer anderen Provinz in die betroffenen Gebiete transportieren.

Bund liefert Hilfsgüter

Der Bund hat am Montag zehn Tonnen Hilfsgüter auf die Philippinen geliefert, wie der Sprecher des Bundesrats am Mittwoch sagte. Eine weitere Lieferung ist für morgen Donnerstag vorgesehen. Aktuell sind 20 Experten des SKH im Katastrophengebiet.

(bert/sda)

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