Sturm überzieht Schweiz - Winde bis zu 116 kmh

publiziert: Montag, 4. Jul 2005 / 15:29 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Jul 2005 / 18:14 Uhr

Bern - Heftige Gewitter sind am Montagmittag über die Schweiz gezogen. Die Winde erreichten Spitzen von bis zu 116 Kilometern pro Stunde.

Die gestern gut besuchten Strassen-Cafés leerten sich heute Nachmittag in der ganzen Schweiz.
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3 Meldungen im Zusammenhang
In Dübendorf im Kanton Zürich wurde ein Arbeiter von einem Hausdach geweht und schwer verletzt. Der 30-Jährige war am Nachmittag auf einem Flachdach beschäftigt, als eine Sturmbö das Blech erfasste.

Das Blech wurde vom Dach geschleudert - und mit ihm der Mann, wie eine Sprecherin der Kantonspolizei Zürich sagte. Der Mann wurde mit Verletzungen an der Brust ins Spital gebracht.

Auch in anderen Teilen der Deutschschweiz wütete der Sturm heftig: Die zwei stärksten Gewitterherde traten in der Nordschweiz entlang der schweizerisch-deutschen Grenze und in der Innerschweiz auf, wie es bei MeteoSchweiz auf Anfrage hiess. In der Nordschweiz fiel teilweise auch Hagel.

Kirschgrosse Hagelkörner

In Reinach BL etwa waren die Hagelkörner bis kirschengross, wie die Polizei Kanton Baselland mitteilte. In der Alarmzentrale gingen innerhalb einer Stunde rund 20 entsprechende Notrufe ein.

Wie schon vergangene Woche erreichten die Sturmböen hohe Tempi. In Möhlin AG wurden 116 km/h gemessen, in Luzern 113 km/h und in Quinten SG am Walensee 110,5 km/h. Im übrigen Deutschschweizer Mittelland waren die Winde weniger kräftig.

Behinderungen im Bahnverkehr

Erneut beeinträchtigten die Gewitter auch den Bahnverkehr: Ein Blitzschlag verursachte um 13.30 Uhr eine Fahrleitungsstörung zwischen Bern und Münchenbuchsee BE. Auf der Strecke Bern-Biel kam es deshalb zu Verspätungen. Die Störung war um 14.30 Uhr wieder behoben.

In mehreren Kantonen meldete die Polizei Verkehrsbehinderungen wegen umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Ästen. Die Feuerwehren mussten vielerorts ausrücken, um überflutete Keller auspumpen. Auf dem Zürichsee kenterten nach Angaben der Polizei ein halbes Dutzend Boote.

(sl/sda)

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