«Top Cap» gegen Ölleck - Erfolg ungewiss
publiziert: Freitag, 4. Jun 2010 / 07:07 Uhr / aktualisiert: Freitag, 4. Jun 2010 / 07:28 Uhr

Washington - Ingenieure des britischen BP-Konzerns versuchen in einem neuen Anlauf, die Ölpest vor der US-Küste einzudämmen. Experten waren in der Nacht dabei, einen Behälter über dem Leck in 1500 Meter Tiefe zu platzieren, um das Öl danach kontrolliert abzuleiten.

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Dies berichtete der TV-Sender CNN. Ob die Operation «Top Cap» zum Erfolg führe, sei aber noch unklar, hiess es. Bisher waren diverse Anläufe gescheitert, die schwerste Ölkatastrophe in der US-Geschichte in den Griff zu bekommen.

US-Präsident Barack Obama meinte, er sei wütend über die Ölkatastrophe. «Ich bin über diese ganze Situation wütend», sagte in der CNN-Talkshow «Larry King live». «Hier hat jemand die Konsequenzen seines Handels nicht zu Ende gedacht.» Obama wird erneut in das Krisengebiet reisen, um sich über die Lage zu unterrichten.

Hayward vorsichtig optimistisch

BP-Chef Tony Hayward gab sich vorsichtig optimistisch, dass die Operation «Top Cap» wenigstens zu einem Teilerfolg führt. Dies werde man aber aber erst in zwei bis drei Tagen beurteilen können. Bei der Operation hatten Experten zuvor das defekte Steigrohr in 1500 Metern Tiefe abgesägt.

Da das Absägen allerdings wegen technischer Probleme nicht sauber ausgeführt wurde, sei es nun schwieriger als geplant, die «Top Cap» genannte Kappe lückenlos auf das Rohr zu stülpen, räumte Hayward ein. Dadurch könne weiterhin Öl ins Meer sprudeln. Eine solche Operation sei noch niemals zuvor in einer solchen grossen Tiefe durchgeführt worden.

Kampf gegen die Ölpest dauert an

Der Kampf gegen die Ölpest wird nach Einschätzung von BP noch lange dauern. «Wir müssen zugeben, dass dies erst der Anfang ist», sagte Hayward. «BP wird für eine sehr lange Zeit hierbleiben.»

Zum Stillstand gebracht werden kann der Ölfluss laut BP erst im August, wenn zwei Parallelbohrungen zum Grund der Quelle vier Kilometer unter dem Meeresboden abgeschlossen sind.

Über sechs Wochen nach dem Untergang der Bohrinsel «Deepwater Horizon» breitet sich die Ölpest immer weiter aus. Der Ölteppich treibt jetzt bereits sechs Kilometer vor den Stränden an der Golfküste Floridas.

(ade/sda)

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Sandsäcke sollen den Ölteppich vor der Küste Louisianas stoppen.
Sie haben leicht reden
geschähe das Ganze auf wenigen 100 Metern Tiefe, wo Taucher noch hin können, dann hätten Sie möglicherweise sogar recht.
Wenn Sie Erfahrungen im Tiefseetauchen haben, können Sie mehr dazu sagen.

Das Dumme ist nur, in 1500m Tiefe kommen nur noch Tauchroboter oder ganz spezielle U-Boote hin. Die U-Boote müssen aber passen, da diese für solche Arbeiten nicht ausgerüstet sind. Also bleiben nur noch die ferngesteuerten Tauchroboter.

Da kann ich nur sagen: es wäre zu schön, wenn Ihre Behauptung wahr wäre.
ich kann mir nicht vorstellen...
... dass das absaugen vor Ort so schwer sein kann: mehrere saugrohre unmittelbar bei den lecks platzieren, das gemisch dann filtern...
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