Überschwemmung in Jakarta: 100 000 flüchten

publiziert: Samstag, 3. Feb 2007 / 14:11 Uhr / aktualisiert: Samstag, 3. Feb 2007 / 15:21 Uhr

Jakarta - Nach tagelangen Regenfällen haben Überschwemmungen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta 100 000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Hunderte Familien suchten Schutz in Notunterkünften oder mussten in höher gelegenen Strassen campieren.

Das Wasser stand bis zu zwei Meter hoch. (Archivbild)
Das Wasser stand bis zu zwei Meter hoch. (Archivbild)
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Bei den schwersten Überschwemmungen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta seit fünf Jahren sind nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 000 Einwohner seien wegen der Fluten obdachlos geworden.

Am schlimmsten betroffen ist das Gebiet um den nahe gelegenen Ort Bekasi, wie es weiter hiess. In Jakarta selbst gingen die Pegelstände zunächst zwar leicht zurück. Experten warnten indes, im Tagesverlauf könne es wegen starker Niederschläge in höheren Lagen erneut zu Überschwemmungen kommen.

Verbindungen gesperrt

Am Freitag hatten bis zu zwei Meter hohe Wassermassen der Polizei zufolge ein Chaos in der Stadt verursacht. Strassen, darunter die wichtigste Verbindung zwischen Innenstadt und Flughafen, und Bahnlinien waren gesperrt worden.

In Teilen der Neun-Millionen-Stadt konnte nicht mehr telefoniert werden, weil die Leitungen unterspült worden waren. Auch über Stromausfälle wurde berichtet. Inzwischen sind Soldaten und Mediziner im Einsatz, um den Betroffenen zu helfen und sie gegebenenfalls in Sicherheit zu bringen.

Während der Regenzeit kommt es in Indonesien immer wieder zu Überschwemmungen. So schlimm wie in diesem Jahr waren die Fluten allerdings schon lange nicht mehr.

(ht/sda)

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