Unreines Trinkwasser tötet täglich 4000 Menschen
Bern - Weltweit sterben jeden Tag 4000 Menschen durch verunreinigtes Trinkwasser. Wenn Regierungen und Behörden die Trinkwasserversorgung nicht nachhaltig verbessern, kommen deswegen in diesem Jahr 1,6 Millionen Menschen durch Krankheiten um.
Der Wassermangel in vielen Weltregionen wird in Zukunft noch schlimmer, weil mehr Menschen mehr Trinkwasser brauchen und der Klimawandel Dürren verursacht, sagte der WHO-Koordinator für Wasser und Gesundheit, James Bertram.
«Es ist ein Problem, dass alle Entwicklungs- und Industrieländer plagt», sagte er nach einem Bericht der «Straits Times».
Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) schätzt, dass in Asien 700 Millionen Menschen nicht genügend Trinkwasser haben. Bertram verlangte dringend Investitionen in Entsalzungs- und Wiederaufbereitungsanlagen für Abwasser.
Leuchtendes Beispiel
Zu der Konferenz in Singapur kommen mehrere hundert Wasserexperten und Regierungsvertreter zusammen, um über Wassermanagement und Lösungsansätze zu diskutieren.
Singapur gilt als leuchtendes Beispiel für nachhaltige Wasserversorgung: Der Stadtstaat bereitet Abwasser zu Trinkwasser auf und nutzt grosse Teile seines kleinen Territoriums einschliesslich der dicht bebauten Innenstadt zum Auffangen von Regenwasser.
(rr/sda)





