Umwelt
Wälder gedeihen in den Alpen besser als im Mittelland
publiziert: Donnerstag, 6. Nov 2014 / 11:44 Uhr
Der Schweizer Wald wird seit 1985 alle 10 Jahre landesweit auf rund 6500 Stichprobeflächen inventarisiert, seit 2009 alle 4 bis 5 Jahre.
Der Schweizer Wald wird seit 1985 alle 10 Jahre landesweit auf rund 6500 Stichprobeflächen inventarisiert, seit 2009 alle 4 bis 5 Jahre.

Bern/Birmensdorf ZH - Die Waldfläche in den Alpen wächst weiter. Dort enthält der Wald auch mehr Holz und eine grössere Artenvielfalt. Hingegen wird in Teilen des Mittellands mehr Holz geschlagen, als nachwächst.

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Dies ergab das vierte Landesforstinventar, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die jüngste Waldinventur für die Jahre 2009 bis 2013 bestätigt frühere Trends: Insgesamt wuchsen die Holzvorräte in der Schweiz um 1,5 Prozent, wie in der vorherigen Periode.

Der Zuwachs fand jedoch überwiegend im Gebirge statt. Dort nahmen nicht nur die Waldfläche und der Holzvorrat zu, sondern auch die Baumarten-Vielfalt und das ökologisch wertvolle Totholz.

In Teilen des Mittellands und im Jura hat der durchschnittliche Holzvorrat indes abgenommen. In diesen gut zugänglichen Gebieten wurde 20 Prozent mehr Holz genutzt oder starb ab, als nachwachsen konnte, wie die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, die das Forstinventar gemeinsam mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) durchführt, in einer Mitteilung schreibt.

Fichte schwindet im Mittelland

Die Fichte ist für die Holz- und Waldwirtschaft noch immer die wichtigste Baumart. Der Orkan Lothar von 1999, Borkenkäfer und mehrere trockene Jahre haben ihr zugesetzt, dennoch wird sie im Mittelland und im Jura weiter stark genutzt. So nahm der durchschnittliche Fichtenholzvorrat im Mittelland innert sieben Jahren um mehr als 9 Prozent ab.

Weil die Fichten im Alpenraum weniger genutzt werden, blieb der landesweite Fichtenholzvorrat gleich. Auf den meisten der genutzten Flächen wachsen vorwiegend Laubbäume nach. Sie bilden den Grundstock für den Wald von morgen. Wo alte Bäume gefällt wurden, können junge Bäume nachwachsen - und für eine nachhaltige Waldnutzung brauche es mehr Jungwälder als heute, schrieb die WSL.

Der Schweizer Wald wird seit 1985 alle 10 Jahre landesweit auf rund 6500 Stichprobeflächen inventarisiert, seit 2009 alle 4 bis 5 Jahre. Die aktuellen Resultate basieren auf einer Auswertung von 3700 dieser Flächen. Die WSL plant und erhebt die Daten, das BAFU ist für die wald- und umweltpolitische Auslegung und Umsetzung zuständig. Die Ergebnisse sind im Internet publiziert.

(flok/sda)

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