Zehntausende fliehen in Kalifornien
publiziert: Mittwoch, 29. Okt 2003 / 18:56 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 29. Okt 2003 / 20:11 Uhr

Los Angeles - Die schwersten Waldbrände in der Geschichte Kaliforniens haben bislang mindestens 18 Menschen getötet, 2000 Häuser zerstört und Zehntausende Bewohner in Notunterkünfte getrieben.

Über 11 000 Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen die gewaltigen Feuerwalzen, die insgesamt bereits rund 220 000 Hektaren Land verwüstet haben. Nach weiteren Evakuierungen sind inzwischen rund 75 000 Menschen vor den Flammen auf der Flucht. Gouverneur Gray Davis sprach von einer der grössten Katastrophen, denen Kalifornien je ausgesetzt war.

Als Ursache von vielen der insgesamt 14 Feuer, die in Kalifornien und Mexiko wüten, wird Brandstiftung angenommen. Die Polizei von San Bernardino sucht mit Fahndungsfotos nach zwei mutmasslichen Brandstiftern. Einer von ihnen soll am Samstag einen der gigantischen Brand entfacht haben. Die Behörden setzten eine Belohnung von 50 000 Franken aus.

Nahe San Diego starben bislang zwölf Menschen - zumeist, weil sie trotz Evakuierungsbefehlen ihre Häuser zu spät verlassen hatten. Vier Männer starben in San Bernardino, zwei Menschen kamen in Mexiko ums Leben. Die Behörden rechneten mit weiteren Todesopfern.

Während sich einige der Brände weiter ausbreiteten und über 11 000 Feuerwehrleute sowie 81 Flugzeuge und Helikopter aus mindestens sechs US-Bundesstaaten vom Boden und aus der Luft gegen die Feuerwalzen ankämpften, keimte auch Hoffnung auf: Die Temperaturen sanken merklich, die Luftfeuchtigkeit nahm zu und der Wind liess nach.

In den kommenden Tagen soll es noch kühler werden, allerdings gehen die Behörden davon aus, dass der Wind einige der Brände weiterhin anfachen wird.

(bert/sda)

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