Strombranche will rund 30 Milliarden Franken investieren

publiziert: Donnerstag, 22. Mrz 2007 / 13:18 Uhr / aktualisiert: Freitag, 23. Mrz 2007 / 13:34 Uhr

Bern - Um die drohende Stromlücke in der Schweiz abzuwenden, rechnen die Verbundunternehmen der Strombranche mit Investitionen von rund 30 Mrd. Franken bis zum Jahr 2035. Dazu gehören der Bau von zwei bis drei KKW und von maximal fünf Gaskombikraftwerken.

Foto: eosholding.ch Die Branche rechnet mit dem Bau von fünf Gaskombikraftwerken. (Bild: Geplantes Werk in Chavalon)
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Die Organisation der Stromverbundunternehmen, swisselectric, sei zu massiven Investitionen bereit, teilte sie in Bern vor den Medien mit.

swisselectric unterstütze dabei grundsätzlich die Strategie des Bundesrates mit den Pfeilern Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Grosskraftwerke und Energieaussenpolitik.

Die Stromversorgungssicherheit könne nur mit einem breiten Mix von gleichzeitig zu treffenden Massnahmen gelingen. Für erneuerbare Energien inklusive Wasserkraft sieht swisslectric Investitionen von 8 bis 10 Mrd. vor und für den Bau von zwei bis drei Kernkraftwerken (KKW) solche von 10 bis 12 Mrd. Franken.

Für den Bau von höchstens fünf Gaskombikraftwerken rechnet die Strombranche mit Kosten von 2 Mrd. Franken. Für Netzausbauten sind 2 bis 3 Mrd. Fr. veranschlagt und für drei Pumpspeicherkraftwerke 3 Mrd. Franken. Dies ergäbe Gesamtinvestitionen von 25 bis 30 Mrd. Franken. Die potenziellen Investoren seien dafür bereit, hiess es.

Dringende Entscheide

swisselectric verwies ausdrücklich auf die Dringlichkeit der Investitionsentscheide.

Die Politik müsse zügig vorgehen bei der Vorgabe der Rahmenbedingungen. Dazu gehörten die CO2-Kompensation und der Zeitbedarf von der Rahmenbewilligung für ein neues KKW bis zu dessen Inbetriebnahme.

Einzelne Projekte hätten einen hohen Zeitbedarf auf und müssten umgehend begonnen werden.

Denn mit dem Auftreten von Stromengpässen sei bereits ab dem Jahr 2012 zu rechen, lange vor der eigentlichen Stromversorgungslücke. Im Jahr 2035 würden in der Schweiz zwischen 25 und 30 Mrd. kWh des benötigten Stroms von 77 Mrd. kWh fehlen.

(/sda)

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