Partnerschaftliches Verhältnis zur Natur
publiziert: Samstag, 2. Sep 2006 / 15:54 Uhr

Goldau - Genau 200 Jahre nach dem Bergsturz haben in Goldau Bevölkerung und Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kirche der Katastrophe und der 457 Opfer gedacht.

Naturkatastrophen erinnerten an das, was wir eigentlich schon wüssten, sagte Huber-Hotz.
Naturkatastrophen erinnerten an das, was wir eigentlich schon wüssten, sagte Huber-Hotz.
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Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz forderte ein anderes Verhältnis zur Natur. In ihrer Rede an der Gedenkfeier zum 200. Jahrestag des Goldauer Bergsturzes vom 2. September 1806 erinnerte die Bundeskanzlerin daran, dass der Mensch gegenüber entfesselten Naturkräften «ein sehr, sehr schwaches Wesen» sei. Das gelte für einen Bergsturz wie für Vulkanausbrüche, Orkane und Sturmfluten.

Naturkatastrophen riefen den Menschen aber auch in Erinnerung, was sie eigentlich schon wüssten: «Sie geben uns deutlich zu verstehen, dass wir unser Verhältnis zur Natur, zum Berg, zur Erde wandeln müssen», sagte Annemarie Huber-Hotz laut Redetext.

Solidaritätswelle

Die teilweise in riesige Sportarenen verwandelten Berge, die Natur überhaupt dürfe nicht nur als Objekt der Eroberung und der Ausbeutung gesehen werden, sagte die Bundeskanzlerin: «Unser Ziel muss vielmehr ein partnerschaftliches Verhältnis sein.»

Die Erinnerung an die Solidaritätswelle, welche die grösste Naturkatastrophe der Schweiz ausgelöst hatte, stimme sie aber auch zuversichtlich, sagte Annemarie Huber-Hotz: «Mehr und mehr entwickelt sich auch ein Solidaritätsbewusstsein für die Generationen, die nach uns kommen.»

Mit Bedrohung leben

An die Hilfe nach dem Bergsturz erinnerten auch Heinz Theiler, Gemeindepräsident von Arth, zu dem Goldau gehört, und der Schwyzer Landammann Alois Christen. Goldau sei wieder erblüht und dank dem Bahnhof heute ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt der Schweiz.

Die Bevölkerung habe «ein versöhnliches Verhältnis zum Berg», sagte Gemeinderätin Margrit Betschart, die den Gedenktag organisiert hatte. Man habe gelernt, mit der Bedrohung zu leben, zumal diese heute besser eingeschätzt werden könne.

(ht/sda)

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