Feuer: Moskau verhängt Exportverbot
publiziert: Donnerstag, 5. Aug 2010 / 23:43 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 10. Aug 2010 / 17:28 Uhr
Ein Löschflugzeug im verzweifelten Kampf gegen die Feuerwalze.
Ein Löschflugzeug im verzweifelten Kampf gegen die Feuerwalze.

Moskau - Wegen der schweren Dürre und der verheerenden Waldbrände hat Russland ab dem 15. August den Export von Getreide und Getreideprodukten verboten. Die Regelung gilt bis am 1. Dezember, wie ein Sprecher von Regierungschef Wladimir Putin am Donnerstag in Moskau mitteilte.

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Russland ist einer der weltgrössten Exporteure von Weizen. Wegen des Lieferstopps erwarten Experten nun Turbulenzen auf den internationalen Getreidemärkten. Analysten in Moskau hatten vor einem Exportverbot gewarnt, weil Russland so seine hart erkämpfte Position auf den Märkten einbüssen könnte.

Wegen der extremen Trockenheit hatte Moskau die Prognose für die Getreideernte bereits deutlich nach unten korrigiert. Die russische Regierung rechnet inzwischen nur noch mit einer Ernte von 70 bis 75 Millionen Tonnen Weizen.

2009 hatte Russland noch eine Rekordernte von 97 Millionen Tonnen des Getreides eingefahren, für dieses Jahr waren bislang rund 85 Tonnen vorausgesagt worden. Zu Wochenbeginn stieg deshalb der Weizen-Preis an der europäischen Warenterminbörse Matif in Paris mit über 200 Euro pro Tonne auf ein Zwei-Jahres-Hoch.

Massive Ernteausfälle

Die von den massiven Ernteausfällen betroffenen Bauern sollen Subventionen in der Höhe von rund zehn Milliarden Rubel (350 Millionen Franken) und Darlehen in Höhe von 25 Milliarden Rubel erhalten, wie Putin weiter verlauten liess.

Trotz des Einsatzes zehntausender Feuerwehrleute und Soldaten bekommen die russischen Behörden die verheerenden Waldbrände im Westen und im Zentrum des Landes nicht in den Griff. Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums entstehen neue Brandherde schneller als die alten gelöscht werden können.

Die Zahl der Toten infolge der Wald- und Torfbrände stieg unterdessen nach offiziellen Angaben um 2 auf 50. Russische Hilfsorganisationen gehen jedoch davon aus, dass es weit mehr Opfer gibt. Hunderte wurden verletzt, Tausende sind obdachlos.

(ht/sda)

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